Frühjahrsaufräumaktion – Welche Policen und Verträge sind tatsächlich wichtig?

Im Tarifdschungel der unterschiedlichen Versicherungsprodukte fällt es den meisten Verbrauchern schwer, zwischen wichtigen und unwichtigen Policen zu unterscheiden. Welche Verträge braucht wirklich jeder? Gibt es vielleicht günstigere? Der Frühling ist ideal, um aufzuräumen – dazu gehört auch die Kündigung unsinniger Verträge!

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Versicherungen – Welche sind wirklich wichtig?

Die Deutschen sind ein sehr vorsichtiges Volk – im Schnitt gibt jeder Bundesbürger etwa 2.000 Euro jährlich für Versicherungen aus. Doch selbst Verbraucherschützer warnen: Viele Menschen sind falsch versichert! Wichtige Risiken sind teilweise nicht abgedeckt, andere Dinge dafür überversichert. Um zu klären, was wirklich notwendig ist, hilft eine Analyse der möglichen Risiken – auf den Rat von Versicherungsagenten können sich Verbraucher jedoch nur bedingt verlassen. Denn ihnen winkt bei jedem Vertragsabschluss eine Provision und so empfehlen sie gerne mehr als weniger Policen.

Die einfache Regel lautet: Alle Risiken, die zu seinem finanziellen Kollaps führen könnten, sollten stets abgesichert werden. Darunter fällt die Haftpflichtversicherung, die Schäden an fremdem Eigentum oder an anderen Personen ersetzt, die der Versicherungsnehmer verursacht hat. Gerade bei Personenschäden ist die Schadenshöhe fast unbegrenzt und eine Versicherung unverzichtbar. Risiken mit begrenztem Schadensumfang, wie beispielsweise der Hausrat in der Wohnung oder Schäden am eigenen Auto in Form einer Vollkaskoversicherung, müssen nur dann abgesichert werden, wenn im Falle eines Schadens die Summe nicht aus der eigenen Tasche gezahlt werden kann. Nicht selten können sich Verbraucher diese Prämie jedoch sparen.

 

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Regelmäßiger Preis-Vergleich lohnt!

Nicht nur Versicherungen sollten regelmäßig überprüft werden, auch andere Verträge, wie zum Beispiel Lieferverträge mit Gas- und Strom-Versorgern oder die der Mobilfunkanbieter lohnen einer Prüfung. Denn auf dem deutschen Markt tummelt sich eine stattliche Anzahl an Anbietern, sodass ein wahrer Preiskampf entstanden ist. Der gewöhnliche Verbraucher hat schon längst den Überblick verloren – aber mit dem Vergleichsrechner von verivox.de können Handynutzer zum Beispiel mit nur wenigen Klicks den passenden Tarif finden. Generell ist zu unterscheiden, ob nur ein Tarif gesucht wird, oder ob auch ein subventioniertes Handy wie ein iPhone enthalten sein soll.

In Deutschland gibt es mehrere Tausend unterschiedliche Stromtarife und mehr als 1.000 Stromanbieter. Wer seinen Stromlieferanten wechseln möchte, findet auch hier im Internet Hilfe, wie einen Strompreisvergleichs-Rechner. Hier erhalten Kunden auf Knopfdruck entsprechend ihrem eigenen Bedarf eine Liste der preiswertesten Anbieter, die an ihrem Wohnort verfügbar sind. Dazu benötigen Nutzer nur ihre Postleitzahl und den jährlichen Verbrauch, der auf der letzten Jahresabrechnung zu finden ist.

 

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Verbraucherschützer empfehlen: Policen regelmäßig überprüfen!

Stiftung Warentest empfiehlt aktuell eine Prüfung aller privaten Haftpflichtpolicen, die mindestens fünf Jahre oder älter sind. Denn sie bieten teilweise weniger Versicherungsschutz als aktuelle Verträge. Zu diesem Ergebnis kam die Zeitschrift Finanztest. Besser geworden ist zum Beispiel der Versicherungsschutz an geliehenen Sachen – und das ohne Prämienanhebung. Teilweise sind die Verträge sogar preiswerter.

Ein ebenfalls großes Einsparpotenzial bietet ein Kfz-Versicherungsvergleich. Mit einem entsprechenden Vergleich lassen sich bis zu 600 Euro im Jahr sparen. Das optimale Wechseldatum liegt im November, da die meisten Verträge dann auslaufen. Ein Sonderkündigungsrecht gibt es immer bei einer Preiserhöhung ohne Verbesserung des Vertrages oder im Falle eines Schadens.

Hausbesitzer benötigen eine besondere Haftpflichtversicherung – die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht. Günstige Policen gibt es bereits ab 30 Euro jährlich. Ein Blick auf einen Vergleichsrechner ist aber auch hier unverzichtbar, denn einige Versicherer verlangen fünfmal so viel wie der günstigste Anbieter.

Auch eine Wohngebäude-Versicherung ist sehr wichtig: Sie verhindert im Falle von Leitungswasser, Feuer und Sturm einen finanziellen Ruin, wenn das Haus beschädigt oder gar zerstört wird. Die Zeitschrift Finanztest hat die Leistungen und Prämien von Wohngebäude- und Elementarversicherungen miteinander verglichen. Das Ergebnis: Durch einen Wechsel kann über 500 Euro im Jahr gespart werden!

 

 

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