Feinfühliger, hochästhetischer Dokumentarfilm

Jede Woche eine besondere Filmempfehlung von Academicworld-Filmexpertin Nathalie Mispagel – für alle, die richtig gute Filme lieben und genau deshalb gerne mal ratlos in der Videothek stehen.

Feinfühliger, hochästhetischer Dokumentarfilm über den britischen Land-Artist Andy Goldsworthy, der einzig mit Naturmaterialien arbeitet, meist vor Ort. Seine vergänglichen, nur durch Photographie festgehaltenen Werke, etwa aus Stein, Sand, Laub oder Eis, sind Teil von Landschaft und Zeit, und ebenso wie sie aus deren Existenz erwachsen bzw. wie sie deren Energie reflektieren, gehen sie später wieder darin ein. Die Langzeitbeobachtung gleicht sich Goldsworthys prozesshafter, traumhaft fragiler Kunst an, fängt mit meditativen Bildern und konzentriertem Musik-/Sounddesign deren transzendierende Eigendynamik, unprätentiöse Harmonie und sinnliche Mystik ein – alles im Zeichen des Wandels.

Empfehlung: Für alle, die Natur und Kunst neu sehen, erleben, verstehen wollen.

Rivers and Tides

Deutschland, Großbritannien, Finnland 2000
Regie: Thomas Riedelsheimer

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