Ein Monster in Paris

Wenn schon Monster sein, dann wenigstens in Paris. Diesen Eindruck könnte man fast gewinnen, wenn man die Monstergeschichten aus Film und Literatur betrachtet, die nicht unbedingt mit dem Tod der Kreatur enden. Nach dem Glöckner von Notre Dame, der Schönen und dem Biest, dem Phantom der Oper, ist es in „Ein Monster in Paris“ ein gigantischer musikalischer Flo, der mit Hilfe einer schönen, tatkräftigen jungen Frau (ach ne, ganz neuer Ansatz) seinen Platz in der Welt findet.

Rezension "Ein Monster in Paris"

 

Kleinkunst und Wissenschaft

Die hübsche Sängerin Lucille soll nach dem Willen ihrer Mutter mit dem wenig sympathischen Polizeichef anbandeln. Davon ist sie wenig begeistert, wie gut, dass der Filmvorführer Emile und der Lieferant Raoul ihr Leben ein wenig auf Trab bringen. Durch Zufall verursachen die beiden im Labor eines Wissenschaftlers ein Experiment, das einen harmlosen Floh menschengroß werden lässt. Der Floh macht sich daraufhin prompt aus dem Staub und Paris unsicher. Obdach findet er ausgerechnet bei Lucille, die sein musikalisches Talent entdeckt und ihn ins Herz schließt. Dass sie auch noch ausgerechnet die große Liebe von Raoul ist, der zusammen mit Emile das Monster wieder einfangen will, macht die Sache nicht eben leichter. Gerade als sich dann auch noch der Polizeichef einmischt und schließlich klar wird, dass nicht unbedingt der im tiefsten Inneren ein Monster ist, der so aussieht.

Eine holde Maid, mit mehr Mumm, als sie denkt, ein Monster mit Herz, ein selbstverliebter fieser Schurke und zwei ungleiche Freunde als Helden wider Willen – dazu noch die Stimmen von Vanessa Paradies und Sean Lennon, detailverliebte Parisbilder und eine solide Handlung: „Ein Monster in Paris“ taugt allemal zur guten Familienunterhaltung und zeigt, dass nicht nur Disney und Pixar gezeichneten Charakteren Leben und Witz einhauchen können.

 

Rezension "Ein Monster in Paris"

Gisela Stummer (academicworld.net)

Ein Monster in Paris

Regie: Bibo Bergeron

Im Verleih von Universum Film 

 

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