Die Welt am Abgrund

Bernd Perplies „Magierdämmerung“ geht weiter. Im zweiten Band der Trilogie spinnen sich die Fäden zwischen magischer und unmagischer Welt weiter. Nachdem die Folgen der Öffnung der „Quelle der Magie“ sich immer deutlicher manifestieren heißt es dringend handeln.

Die Welt am Abgrund

Die Zeit läuft

In finsterem Kerker gefangen – keine allzu positive Situation, doch genau so sieht es aus für all jene die sich beim Umsturz in der magischen Welt Englands nicht auf die Seite von Lord Wellington geschlagen haben. Der skrupellose Machtmensch mit dem Hang zum Wahnsinn hat durch den Bruch eines magischen Siegels die unbändige Quelle der Magie mitten im Pazifik entfesselt um anschließend die Macht im Silbernen Kreis, Englands Magiergilde, an sich zu reißen. Der Großteil der Handlung dreht sich dann auch darum, dass wechselnde Gruppierungen versuchen aus verschiedensten Gefangenschaften zu entkommen. Mal ist das äußerst fesselnd und wohldurchdacht, mal eher so, dass man sich fragt warum denn die Handlung nicht endlich voran geht ? wie das eben bei den mittleren Teilen von Trilogien schon einmal vorkommen kann. Ganz unversehens aber kommt dann immer wieder doch etwas um die Ecke, das die Handlung nicht nur ein bisschen nach vorne bringt.

Ein neuer – nicht uninteressanter – Handlungsstrang dreht sich um die vom Vatikan ausgeschickte Magieragentin Diodato. Eine magisch veranlagte Kämpferin für die Sache der Kirche und dabei alles andere als heilig. Sie weiß nicht nur die Fäden der Magie geschickt zu spinnen.

Es schreit nach Verfilmung

Perplies hat da eine Magieart kreiert, die enorm bildgewaltig ist. Sofort hat der Leser beeindruckende Actionszenen im Kopf, wenn sich die Magier mittels ihrer Fadenmanipulationen in das Geschehen der Welt einmischen, sich gegenseitig durch London jagen und das ein oder andere Gefecht liefern. Eigentlich wunderbares Material für eine Verfilmung – man wird sehen. Auf jeden Fall hält der zweite Band was der erste verspricht. Man darf gespannt sein auf das Finale der Trilogie im Herbst. Natürlich hat ein Mittelteil auch seine Längen, aber durch den speziellen Humor – vor allem von Jupiter Holmes, kommt keine Langeweile auf.

424 Seiten

Lyx (Februar 2011)

12,95 Euro

 

 

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