Die Arschlochliste

In unserer Kultur ist Hass und Wut sehr negativ bewertet. Dabei nehmen sie durch die zunehmend beengten Lebensverhältnisse auf unserem überbevölkerten Planeten und den zunehmenden Stress ständig zu. Vielleicht sind sie gerade deshalb auch so ungern gesehen.

Von Katharina Ohana, Psychologische Beraterin, Bestsellerautorin und academicworld-Expertin

 

Katharina Ohana, Psychologische Beraterin

Deshalb hier meine Frage für diese Woche:

Wenn Sie mal jemanden so richtig die Meinung sagen könnten (er/sie müssten gefesselt und geknebelt auf einem Stuhl zuhören, bis Sie fertig sind), wer wäre das? Wenn Sie einmal jemand so lange gefangen halten könnten, bei Wasser und Brot, bis er/sie verspricht sich zu ändern – und sie könnten ihn/sie sofort wieder festsetzen, wenn er/sie sein Versprechen nicht hält – wer wäre das? Wenn Sie in dieser Welt eine große Ungerechtigkeit, einen massiven Egoismus verändern könnten, was wäre das oder wem würden Sie seine Macht entreißen? Wenn Sie mal jemandem richtig eine rein hauen dürften, wer wäre das? 

Schreiben Sie sich ruhig eine Liste. 

Und dann überlegen Sie mal, ob Sie nicht auf der Liste einer anderen Person stehen könnten – vielleicht die Ihrer Kinder, die ihrer Nachbarn oder die eines Mitarbeiters….

Ich kann Ihnen auch noch verraten, wer bei mir ganz oben steht, auf meiner Liste (noch vor Herrn Putin, Herrn Mugabe und der dämlichen blondierten Dumm-Tusse, die mir neulich auf meinem Fahrrad mit ihrem Porsche kackbraunmetallic Cayenne die Vorfahrt genommen hat): Die deutsche Telekom! Wenn ich irgendetwas tun könnte, um diesen unfähigen, unverschämten, dummdreisten Aktionär-Gewinnsucht-Stümper-Laden zu bestrafen, sie zu zwingen ihre eigene Unfähigkeit einzugestehen und für immer zu verändern, ich würde es tun!

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