Die Angst der Sängerin vor der Erkältung

Die norwegerische Musikerin Maria Mena hat 2012 geheiratet und ist 2013 mit dem neuen Album auf Tour. Wir sprachen mit ihr darüber, wie es ist, eine öffentliche Person zu sein.

Maria Mena kündigte jüngst „new music“ per Twitter an. Foto: Sony Music

Was bedeutet es für einen Künstler ständig in der Öffentlichkeit zu stehen?

Das ist zeitweise schon ganz witzig, aber es macht eigentlich nur einen ganz geringen Teil meiner Arbeit aus. Mein Job hat ja ganz verschiedene Facetten, sodass ich auch neben den Interviews und PR Auftritten noch viele andere Dinge machen kann, die nichts mit mir als öffentlicher Person zu tun haben.

Andererseits brauchen Künstler auch eine gewisse mediale Aufmerksamkeit.

Ja, natürlich. Aber man ist den Medien ja nicht hilflos ausgeliefert, wenn man Grenzen zieht. Ich gebe nur die Dinge von mir preis, die ich preisgeben möchte. Und wenn ich kein Album promote, ziehe ich mich auch wieder zurück und bin nur noch eine private Person.

Was ist dir das Wichtigste an deiner Kunst?

Meine Texte sind mir sehr wichtig. Sie sind der Grund, warum ich schreibe und singe. Es ist wirklich so, dass ich mich durch das Schreiben und auch durch die Auftritte selbst besser kennenlerne.

Was sind eigentlich die typischen Sorgen im Leben einer Sängerin?

Nicht verstanden zu werden … und sich eine Erkältung einzufangen (lacht).


Bist du immer unabhängig in deiner Entscheidung bei der Auswahl der Songs oder spricht die Plattenfirma mit, weil bestimmte Songs radiotauglicher sein könnten oder von deinen Fans eher gekauft werden?

Die Songauswahl liegt völlig bei mir. Ich hätte das Gefühl, dass ich die Menschen  betrügen würde, wenn ich nur das singen würde, wovon ich denke, dass es das Publikum hören will. Was ich mit ihnen teilen möchte, sind wahrhafte Texte und meine persönliche musikalische Empfindung.

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