Der Zombie Survival Guide – Überleben unter Untoten

Nettes Comicbildchen eines Untoten, hat mich sofort an die Cover von Christopher Moore- Büchern erinnert. Was bei dem selben Verlag wahrscheinlich Absicht war?

Der Zombie, auch Ghul genannt, in seinen verschiedensten Farben und Formen. Besondere Berücksichtigung erfährt hierbei das ?Solanum- Virus?, die Wurzel allen Übels.

Dieses Sachbuch vermittelt dem interessierten Leser und angehendem Zombiejäger Tipps und Tricks vom nackten Überleben bis hin zum Vernichten der Bedrohung. Angereichert mit plastischen Beispielen und Erfahrungsberichten absolviert man, anhand des Guides, einen paramilitärischen Kurs, um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Zombie Who’s Who

Das fängt an beim who?s who der Zombies (Voodoo, Hollywood), geht über die Wahl der richtigen Waffe bis hin zum geordneten Rückzug bzw. dem Aufbau eines neuen Heims, fern ab der Zivilisation. Der Autor schreibt ganz im trockenen Stil eines Sachbuchs, was einem über längere Strecken hinweg die Laune verderben kann. Besonders der erste (Die Eigenschaften etc. der Untoten) und der letzte Teil (Überlieferte Angriffe) waren kein Spaß: Trocken, langweilig und (v.a. die letzten 80 Seiten) voller Wiederholungen! Ca. 5 Geschichten hätten es auch getan, so hatte ich den Eindruck, der Autor musste irgendwie das Buch voll bekommen und hat dann halt versucht sämtliche dubiosen historischen Ereignisse mit Zombies unter einen Hut zu bekommen?

Im Mittelteil des Buches kam dann tatsächlich auch mal Humor raus! Wenn man sich vorstellt, dass es vielleicht wirklich Leute gibt, die darauf hin ihr Haus ?zombiesicher? machen, ein echter Brüller.

Was mich ehrlich überrascht hat, war der gesellschaftskritische Ansatz des Autors, der in diversen ?Worst-case-Szenarien? zur Sprache kam. Dieser leicht ironische Unterton hat mir sehr gut gefallen, davon gerne mehr!

Sichere Lacher

Ich hatte (wahrscheinlich durch das Cover) Humor im Stil von Chris Moore erwartet, der ja auch sehr schwarz und abstrus sein kann. Das habe ich hier leider nicht finden können. Streckenweise hat mich das Buch sehr zum Grinsen gebracht, durch den sachlichen Aufbau ist es aber auch keine lockere „Nebenher- Lecktüre“, die einen zuverlässig zum Lachen bringt.

Mein Tipp: Schenkt euch das Ende! Genießt die Mitte! Wertung: **


Stand April 2010

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