Der König von SABA: Schauinsland T 153

3D ist momentan das beherrschende Thema, die TV-Hersteller präsentieren stolz ihre ersten Geräte, die “schon” für rund 2.500 Euro zu haben sind und Sky schickt über seinen Pilotkanal bereits die ersten dreidimensionalen Bilder nach Hause. Und so langsam verschwinden auch die allerletzten
Schwarzweiß-Fernseher aus den Rumpelkammern.

Wir holen einen noch einmal ins Rampenlicht: Den Schauinsland T 153 von SABA. SABA ist seit 2007 Geschichte. Die „Schwarzwälder-Apparate-Bau-Anstalt“ (die Abkürzung klingt definitiv besser) wurde bereits 1835 gegründet und erlebte seine erste große Blütezeit hundert Jahre später als zweitgrößter Radiohersteller Deutschlands hinter Telefunken.

Danach machte das Unternehmen in Kühlgeräten und verschlief fast den Fernsehboom. Die Schauinsland-Serie kam gerade noch rechtzeitig auf den Markt – und wurde ein Riesenerfolg. 

Doch scheinbar können jedoch nicht nur Menschen, sondern auch Unternehmen mit zunehmendem Alter schrullig werden.

SABA jedenfalls machte eine Zeitlang in HiFi, verstieg sich jedoch dann in immer seltsamere Projekte wie Geräte zur Beseitigung von Schlafstörungen. Passenderweise war SABA der erste Hersteller, der in Deutschland Fernbedienungen anbot – wahrlich ein Gerät zur Beseitung von Schlafstörungen, zumindest wenn man vor dem Fernseher eingeschlafen war.

Nach schwierigen Jahren wurde das Unternehmen aus dem Schwarzwald 2007 aufgelöst. Schauinslands hingegen trifft man zuweilen noch funktionsfähig bei Ebay an – und das zu erstaunlich hohen Preisen.

 

Von David Lins

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in hi:tech campus

 

 

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