Das Rosenholzzimmer

Ein altes Anwesen im australischen Outback, genauso geheimnisvoll wie die Geschichte der Familie, die dort einst lebte. Ein Hörbuch, das perfekt zum entspannten Herbst passt.

Basierend auf dem gleichnamigen Buch der Autorin Anna Romer ist „Das Rosenholzzimmer“ der perfekte Hörgenuss für einen entspannten Einstieg in den Herbst. Während sich draußen die Blätter allmählich verfärben und der Wind um die Ecke pfeift, begleitet uns die angenehme, dennoch ausdrucksstarke Stimme von Jessica Schwarz.

Sie erzählt die Geschichte von Audrey Kepler. Deren Ex-Mann begeht überraschend Suizid und hinterlässt ihr das große Anwesen Thornwood im australischen Outback. Das Anwesen ist so alt wie geheimnisvoll. Einst lebte hier Samuel Riordan, Vorfahre ihres Ex-Mannes und vermutlicher Mörder seiner Ehefrau. Verurteilt wurde er nie.

Seine Frau ist aber nicht die einzige Tote in der Geschichte von Thornwood: Auch die Schwester des Ex-Mannes fand als Jugendliche ein einigermaßen gewaltsames Ende. Auch dafür wurde niemand verurteilt. Von Anfang an spürt Audrey eine enge emotionale Verbundenheit mit Samuel. Wie von ruhelosen Geistern getrieben, beginnt sie mit ihren Nachforschungen über das Leben der Familie. Mit jedem bisschen Information, die sie findet, schält sich die Wahrheit immer stärker aus dem Schatten – lebt der wahre Mörder etwa immer noch unter ihnen?

Jessica Schwarz kann es einfach. Unterstützt wird sie von Eva Gosciejewicz und Jacob Weigert, die aus alten Briefen jeweils für Samuel und seine Ehefrau sprechen. Gemeinsam schaffen sie es, die perfekte Stimmbalance für die Geschichte zu finden. Die beiden ergänzenden Stimmen werden sinnvoll eingesetzt und harmonieren mit der Erzählung des schriftlichen Buches. Das Ergebnis ist eine elegante und spannende Erzählung für herbstliche Feierabende, die man allein oder auch gemeinsam genießen kann.

Bettina Riedel (academicworld.net)

Anna Romer. Das Rosenholzzimmer.
Der Hörverlag. 19,99 Euro. Acht CDs.

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