Das bringt die Zukunft

Science-Fiction der Extraklasse – dafür steht Isaac Asimov. Auch wenn der Autor nicht mehr lebt, seine Werke überdauern.

Rezension

Hier bekommt die Zukunft ein Gesicht

Mittels der sogenannten Psychohistorik gelingt es einem einzigen Wissenschaftler, die Zukunft der Menschheit für Jahrtausende vorauszuberechnen. Was in den Anfängen der Science Fiction noch oft belächelt wurde – galaktische Imperien, Raumschlachten und kühne Zukunftsprognosen –, bekam mit Isaac Asimovs großartigem Foundation-Zyklus erstmals ein ernstzunehmendes Gewand.

Der Klappentext verspricht viel

Schon vor einiger Zeit empfahl mir ein versierter Science-Fiction-Leser die „Foundation-Triologie“ von Isaac Asimov. Als Douglas-Adams-Fan war ich nach der Lektüre des Klappentexts nicht abgeneigt, auch wenn der Humor hier keine Rolle wie bei Adams spielen sollte. Die Geschichte klingt spannend und ist bis zur zweiten Foundation immerhin 864 Seiten stark (plus Nachwort). Tatsächlich bietet sich genügend Platz, um eine völlig neue Welt zu kreieren, in die man beim Lesen relativ rasch eintauchen und darin versinken kann.

Sehr anschauliche Beschreibungen

Asimov beschreibt die neuen Galaxis ziemlich gut – anschaulich genug, um sich eine Welt im Kopf zu schaffen. Neu eingeführte Begriffe beziehungsweise Welten werden zum Teil erklärt, zum Teil aber auch nicht, was mich zeitweise ein klein wenig verwirrt hat. Auch braucht man ein recht gutes Gedächtnis um zahlreiche Namen und Orte unterzubringen und zuordnen zu können. Das kann auch ein wenig verwirrend sein, wird aber mit der Zeit besser, zumindest ging es mir so. Generell lässt sich die Triologie aber sehr schön lesen, flüssig und ohne große sprachliche Scharmützel.

Interessante Figuren

Die Figuren sind interessant gestaltet und nicht immer sehr berechenbar. Hin und wieder glänzt auch ein wenig Humor hervor, allerdings nie so intensiv wie bei Adams.

Fazit: Es ist für alle Science-Fiction-Fans empfehlenswert, sich die Geschichte um den unglaublichen Plan eines Psychohistorikers in der dunklen Zeit nach dem Zerfall des Galaktischen Imperiums zu Gemüte zu führen.

Nadine Seidel (Academicworld-Userin)

Isaac Asimov. Die Foundation-Trilogie
16,99 Euro. Heyne

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