Clouseau-Bond „OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“

Arthaus statt Blockbuster: Jede Woche eine besondere Filmempfehlung von Academicworld-Filmexpertin Nathalie Mispagel – für alle, die richtig gute Filme lieben und genau deshalb gerne mal ratlos in der Videothek stehen.

 

 

Stilechte, ungeniert freche Spionagefilm-Parodie mit dem hinreißendsten aller Einfaltspinsel: Der französische Geheimagent OSS 117 ist chauvinistisch, ignorant, narzisstisch und dabei derart durchtrieben lächerlich, dass man seinem unverschämt infantilen Charme freiwillig erliegt. 1955 wird er nach Kairo geschickt, um den Tod eines Kollegen aufzuklären. Inmitten von Waffenschmugglern, Religionsfanatikern, versprengten Nazis und Hühnerzüchtern wirbelt er mehr Staub auf als Sand in der Sahara liegt.

Empfehlung: Für alle, die vom Meister-Kretin, …äh: Meister-Spion nicht genug bekommen, macht er noch einmal die Welt unsicher, u.z. in „OSS 117 – Er selbst ist sich genug“ (2009).

„OSS 117 – Der Spion, der sich liebte“

Frankreich 2006
Regie: Michel Hazanavicius
Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, Aure Atika, Philippe Lefebvre

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