Brenda Stumpf: Bratkartoffeln für Tina Turner: Meine wilden Jahre als Backstage-Köchin

Rock n’Roll, Punks, 80er Jahre und Krawall gepaart mit Essen. Genau das erwartet einen bei Brenda Stumpfs Buch.

 

Coole Rocker; © Getty Images

Wer, was, wie, wo

Brenda war 23 als sie das Angebot bekommt in der angesagten Bochumer »Zeche« als Köchin zu arbeiten. Dass sie nicht wirklich Ahnung von Kochen und Essen hat, störte nicht weiter. Die Zeche unterteilt sich in einen Raum für Konzerte in dem alternativ und auch eine Disco stattfand und eine Kneipe, in der man neben reichlich Getränken auch kleine Speisen wie Spaghetti Bolognese und Bratkartoffeln bekam.

Brenda war aber nicht nur für das Essen in der Kneipe verantwortlich, sondern auch für die Verköstigung der Stars, die dort auftraten und sich nur selten mit der existierenden Speisekarte zufrieden gaben. Sie kochte von Bratkartoffeln, über Hai, bis hin zu Lammkotletts so ziemlich Alles für ihre Gäste.

 

Verrückt, wild, durchgeknallt

Doch nicht nur Rezepte beinhaltet das Buch, es lebt viel mehr von den vielen Geschichten, die Brenda im Laufe der Zeit in der Zeche erlebte: Schlägereien mit Bratpfannen, Drogenkonsum und überhebliche Assistenten.

Die Geschichten sind wirklich lesenswert und erheitern, vor allem vermutlich die Generationen, die in der Zeche groß geworden sind.

 

Buchcover: Bratkartoffeln für Tina Turner

Was ich sagen will

Für Menschen, geboren in der Mitte der 80er, muten diese Geschichten kurios an und laden dennoch zum Träumen von einer wilden Zeit ein. Aber: Wer hätte nicht gerne all die heutigen Rockgrößen vor ihrem wirklichen Aufstieg gesehen? Von Tina Turner, Joe Cocker über Depeche Mode und Herbert Grönemeyer bis zu den Toten Hosen, es war einfach jeder in der Zeche.

Brenda erzählt ihre Geschichten, die sie nicht nur hinter dem Herd zwischen 1983 und 1989 in der Zeche erlebt hat.

Fazit: Das Buch beschert dem Leser einen witzigen und erheiternden Einblick in die Zeit der Föhnwellen. Mit der locker, leichten Sprache (vermutlich ein Überbleibsel aus den 80er Jahren) eignet sich das Buch hervorragend als Abend- oder Urlaubslektüre.

 

(JD, academicworld-Userin)

 

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