Auf dem Weg zur Dämonenfängerin

Auf gewohntes und ungewohntes Terrain zugleich, hat sich Autorin Jana Oliver mit ihrer neuen All-Age-Serie um die Dämonenfängerin Riley begeben. Handlungsort ist nämlich Olivers eigene Heimatstadt: Atlanta, Georgia.

Ausschnitt des Covers „Die Dämonenfängerin“ © S.Fischer Verlage

Wie viele der von phantastischen Elementen durchzogenen Erfolgsserien – Paradebeispiel wäre wohl Joanne K. Rowlings Zauberlehrling Harry Potter – richtet sich die Serie „Die Dämonenfängerin“, deren erster Band „Aller Anfang ist Hölle“ jetzt auf deutsch erscheint, an ein breites Publikum. Altersmäßig beginnend in frühen Teenager-Jahren. Wie der junge Zauberlehrling muss auch die 17-jährige Riley Blackthorne, Heldin in Jana Olivers Roman, erst ihren Weg finden. Dass der für die angehende Dämonenjägerin nicht leicht sein wird, versteht sich angesichts der Tatsache, dass es sich um eine ganze Serie handelt, wohl von selbst.

Eines Tages, in nicht allzu ferner Zukunft …
Das Leben hat es wirklich nicht gut gemeint mit Riley. Die Mutter: tot – Krebs. Der Vater: tot – fiese Dämonen. Rechnungen: offen. Nekromanten: hinter der Leiche des Vaters her. Zeitvertreib: Nächtelang am Grab des Vaters wachen. Der neue Dämonenfänger-Ausbilder: die Hölle.

Doch Riley ist zäh und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Außerdem sind da noch drei Jungs, die ihr helfen das Leben zu meistern: Schule, Dämonenfängerausbildung und das nackte Überleben. Peter, der Computerexperte aus der Schule tut sein Bestes – auch wenn seine Mutter Riley hasst. Simon, der Kerl, der fast schon zu gut ist um wahr zu sein, steht ihr bei wenn es hart auf hart kommt und Beck, der Lehrling ihres verstorbenen Vaters – das ist eine lange Geschichte …

Aller Anfang ist Hölle – ganzes Buchcover © S. Fischer Verlage 2011

Dystopische Zukunftsvision
Eine dystopische Vision der nahen Zukunft, die – abzüglich der über- und unternatürlichen Wesenheiten – einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht entbehrt. Die Energiereserven sind am Ende, das Geld kaum noch etwas wehrt, das soziale Netz ist zerrissen, die meisten Menschen kämpfen ums Überleben. Alles was bleibt – und hilft – so die „schöne“ Botschaft sind Mut, Tatkraft, Liebe und Freundschaft. Diese Botschaft wurde wahrhaft schon auf plumpere und langweiligere Art und Weise verkauft.

Gisela Stummer (academicworld.net)

 

 

 

544 Seiten
S. Fischer Verlage (September 2011)
16,95 Euro


Stand: Sommer 2011

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