Aller guten Dinge sind vier

Franz Eberhofer, Niederkaltenkirchen, Polizist und Mordverdächtiger. Das hätte der Franz auch nicht gedacht, als er sich auf der Hochzeit eines Kollegen mit seinem nervigen Chef Barschl anlegt. Und dann wird der noch am selben Abend ums Eck gebracht- mit Hilfe von Eberhofers Hirschfänger … Rita Falk lässt auch in „Grießnockerlaffäre“ keine skurrile Situation aus.

Aller guten Dinge sind vier
Schon gut, aber keine vollwertige Mahlzeit für Franz: Grießnockerlsuppe. © Markus Hagenlocher, CC BY-SA 3.0

Problem Nummer 1: Die Freundin

Nach dem Tod ihrer Oma ist Susi, die Freundin vom Eberhofer Franz enorm anhänglich. Eigentlich würde sie gerne endlich heiraten. Der Franz ist da nicht so der Fan von. Lieber offen bleiben für den ein oder anderen Nebenflirt. Und statt mal gleich vorbeizukommen geht er lieber noch auf ein Bier in die Lokalität seiner Wahl. Wie gut, dass die Susi so nachgiebig ist. Aber lang wird er ihr nicht mehr auskommen, wenn er sie behalten will.

Problem Nummer 2: Die Arbeit

In Niederkaltenkirchen ist eigentlich gerade nicht die Hölle los. Außer natürlich die Sache mit dem beinahe „Ärzte-Sterben“. Am selben Tag versucht sich der pensionierte, alleinstehende Hausarzt das Leben zu nehmen und der Zahnarzt verunglückt mit dem Auto. Aber letzter wird schon wieder und ersterer … bräuchte mehr Gesellschaft. Nicht unbedingt ein Fall für die Polizei und trotzdem sorgt der Franz für eine Lösung.

Problem Nummer 3: Die Familie

Zu Hause ist Krisenstimmung, seit die Oma Besuch von Paul hat – einem alten Freund aus ihrer Jungend, vielleicht sogar mehr? Franz mag ihn eigentlich sehr gerne, aber der Papa dreht durch. Ein Eifersuchtsanfall nach dem anderen. Und eigentlich schaut der Paul auch gar nicht mal so gesund aus. Als dann noch ein lange gehütetes Geheimnis aufgedeckt wird, geht es bei den Eberhofers drunter und drüber.

Aller guten Dinge sind vier

Problem Nummer 4: Der Mordverdacht

Ach ja, einen Mord gibt es auch noch. Aber wie bei Rita Falk üblich,  spielt der ohnehin nur eine Nebenrolle. Dabei kennen alle den Hauptverdächtigen: Franz Eberhofer. Mit seinem Messer wurde der Chef der Landshuter Dienststelle, an der Franz manchmal aushelfen muss, ermordet. Und das am Tag der Hochzeit eines Kollegen, auf der sich Franz furchtbar über das spätere Mordopfer Barchel aufregen musste. Es kam sogar zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Sieht nicht gut aus für ihn. Und diese Kollegen, die ermitteln einfach nicht. Da muss Franz selbst aktiv werden. Am besten fängt er bei der äußerst attraktiven Witwe an, oder?

Auch der vierte Fall um den Rambo-Cop am Ende der Welt hat Rita Falk wieder mit viel Liebe zum Detail gestrickt. Das ist keine große Literatur, aber unterhaltsam und vor allem lustig. Und nebenbei scheint Franz noch direkt zum kompetenten Polizisten zu werden.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Rita Falk. Grießnockerlaffäre
14,90 Euro. dtv
 

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