Visuell atemberaubend

Jede Woche eine besondere Filmempfehlung von Academicworld-Filmexpertin Nathalie Mispagel – für alle, die richtig gute Filme lieben und genau deshalb gerne mal ratlos in der Videothek stehen.

Filmplakat zu „Das große Rennen von Belleville“

Visuell ungewöhnliches, beinahe als tragikomischer Stummfilm goutierbares Animationswerk mit absurd-grotesker Note. Eine alleinerziehende Großmutter entdeckt die Radfahrleidenschaft ihres stillen Enkels und hilft ihm, ein großer Sportler zu werden. Als er während der Tour de France entführt wird, folgt sie ihm übers Meer zur Megametropole Belleville, wo sie ihn mit Hilfe dreier uriger, abgetakelter Varietékünstlerinnen zu befreien versucht.

Empfehlung: Für alle, die Überzeichnung dem Naturalismus und skurrilen Charme der Gleichförmigkeit vorziehen.

 

 

Das große Rennen von Belleville
Belgien, Frankreich, Kanada 2003
Regie: Sylvain Chomet
Darsteller: Michèle Caucheteux, Jean-Claude Donda, Michel Robin

Nathalie Mispagel lebt in Hassloch bei Frankfurt und studierte Jura, Allgemeine und Vergleichende Literatur- sowie Filmwissenschaft. Sie promovierte in Komparatistik und hat mit „New York in der europäischen Dichtung des 20. Jahrhunderts“ (erschienen bei Königshausen & Neumann) jüngst ihr erstes Buch veröffentlicht.

Die leidenschaftliche Cineastin schreibt seit zwei Jahren für academicworld.net.

Das große Rennen von Belleville
Schultze gets the Blues: Der Polka nach von Sachsen-Anhalt in die USA
Kontroll: Eine ungarische Rhapsodie


Stand: Herbst 2011

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