Kaufmännische Ausbildungsberufe: Prüfungstipps, Berufschancen und Zukunftsvisionen

Viele Auszubildende kennen das Loch, in das man spätestens nach der Hälfte der Ausbildung fällt, wenn es um die Motivation und den Elan geht. Die ersten Wochen und Monate der kaufmännischen Ausbildung bieten viel Neues und sind entsprechend aufregend und interessant. Doch mit der Zeit gewöhnen sich Azubis an den ständigen Wechsel zwischen Berufsschule und praktischer Ausbildung im Unternehmen, sind mit ihren Aufgaben vertraut und haben sich in die Berufsschulklasse und das Kollegium integriert und dort ihren Platz gefunden. Genau zu diesem Zeitpunkt stellt sich häufig eine gewisse Langeweile ein.

Bild: BlueOlive – Schueler – pixabay.com
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Das eigentliche Ziel der Ausbildung liegt jedoch noch (weit) in der Zukunft und Routine kann Langeweile mit sich bringen. Wenn dann jedoch die Ausbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) näher rücken, verfallen viele Azubis in Panik. Dabei gibt es dafür gar keinen Grund, schließlich bereitet die dreijährige kaufmännische Ausbildung optimal auf die Abschlussprüfungen vor. Alle prüfungsrelevanten Themen stehen auf dem Lehrplan der Ausbildungsjahre und die praktische Erfahrung wurde in unzähligen Arbeitsstunden im Betrieb gesammelt. Doch was kommt eigentlich nach der Prüfung? Wie soll das neu erworbene Fachwissen eingesetzt werden? Auch diese Fragen rücken spätestens im letzten Drittel der kaufmännischen Ausbildung in den Fokus der Azubis.

Tipps für die Abschlussprüfungen: Mögliche Probleme, die es zu bewältigen gilt

Problem 1: Prüfungsangst 

Der wohl wichtigste Tipp für alle Azubis in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf – und natürlich auch für jeden anderen Prüfling in anderen Bereichen – ist es, Ruhe zu bewahren und mit einer gewissen Gelassenheit in die Prüfungen zu gehen. Prüfungsangst und Aufregung sind niemals hilfreich, denn sie mindern die Konzentration und sorgen dadurch für ein schlechteres Prüfungsergebnis. Wenn man schon aus Schulzeiten weiß, dass man unter Prüfungsangst leidet, dann sollte man frühzeitig dagegen aktiv werden. Verschiedene Trainings und Coachings können bei Prüfungsangst helfen und diese deutlich reduzieren. Anschließend kann man mit einem kühlen Kopf und konzentriert an die Prüfungen heran gehen. 

Problem 2: Wissenslücken

Wenn man hingegen konkrete Wissenslücken hat, dann sollte man diese rechtzeitig angehen und Lücken füllen. Das zusätzliche Training vor den Prüfungen bringt mehr Sicherheit und beruhigt das Gewissen, vor allem aber wird durch Training ein besseres Prüfungsergebnis erzielt. Speziell für Azubis in kaufmännischen Ausbildungen bietet kiehl.de ein Online-Training an. Hierbei werden typische Fragestellungen und Aufgaben aus dem kaufmännischen Bereich bearbeitet. Das geht für Azubis aus ganz Deutschland bequem online vom eigenen PC aus. 

Problem 3: Kein Feedback

Das direkte Feedback auf die individuelle Aufgabenlösung bietet einen wichtigen Anhaltspunkt für die Einschätzung des eigenen Lernstandes. So können Azubis ihr Wissen besser einschätzen und bei Bedarf noch gezielt in den Bereichen lernen, in denen die eigenen Kenntnisse für ein gutes Prüfungsergebnis noch nicht ausreichen.

Berufschancen für Absolventen kaufmännischer Ausbildungen

Welche Berufschancen Absolventen einer kaufmännischen Ausbildung haben, hängt stark von der inhaltlichen Ausrichtung der Ausbildung ab. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass man auch mit einer Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel zum Beispiel im Beruf des Kaufmanns oder der Kauffrau für Tourismus arbeiten kann. Beinahe alle kaufmännischen Ausbildungen haben einen Großteil der theoretischen Lerninhalte gemeinsam. Erst zum Ende der theoretischen Ausbildung hin wird der Schwerpunkt dann auf die gewählte Fachrichtung gelegt. Trotzdem ist es natürlich sinnvoller, im Berufsfeld der Ausbildung auf Jobsuche zu gehen, da man als Fachkraft ein besseres Einstiegsgehalt erwarten kann. 

Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein, mit einer Weiterbildung direkt nach der Ausbildung einen neuen Berufszweig im kaufmännischen Umfeld zu erschließen, falls man während der Ausbildung festgestellt hat, dass die gewählte Fachrichtung nicht den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Das Einstiegsgehalt hängt ebenfalls von der gewählten Fachrichtung an. Reisebürokaufleute verdienen beispielsweise durchschnittlich 1.900 Euro im Monat, wohingegen zum Beispiel Diplomkaufleute rund 3.500 Euro monatlich verdienen. Dazwischen sind zum Beispiel Bankkaufleute mit 2650 Euro und Industriekaufleute mit 2.550 Euro im Monat angesiedelt (Quelle: ABSOLVENTA – Jobbörse). Das individuelle Gehalt hängt natürlich vom eigenen Verhandlungsgeschick und möglichen Zusatzqualifikationen ab.

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