Der klassische Nebenjob für Studenten: Nanny oder Babysitter

Knapp zwei Drittel der Studenten in Deutschland müssen oder wollen neben ihrem Studium jobben – einerseits um erste Berufserfahrung zu sammeln, andererseits um von dem Geld leben zu können.

Die durchschnittliche Bezahlung für Babysitter ist je nach Studienort ganz unterschiedlich: Eltern in München zahlen rund 12 Euro Stundenlohn, während in Duisburg nur 8,40 Euro üblich sind.

Knapp mehr als die Hälfte gibt an, dass ein Nebenjob für den Lebensunterhalt unabdingbar ist. Hoch im Kurs stehen dabei einerseits Nebentätigkeiten, die mit dem späteren Berufswunsch zusammenhängen. Aber auch die Vereinbarkeit mit Vorlesungen und Kursen spielt eine wichtige Rolle. Der klassische Nebenjob als Babysitter ist daher nach wie vor bei Studentinnen und zunehmend auch bei ihren männlichen Kommilitonen beliebt.

Toben, Füttern, Skripte

Mit Kindern umgehen sollte man können, wenn man als weibliche oder männliche Nanny ein paar Euros hinzu verdienen möchte. Grundkenntnisse in Säuglingspflege, pädagogisches Geschick und vor allem viel Geduld sind Voraussetzungen, um fremde Kinder in Abwesenheit ihrer Eltern zu betreuen. Darüber hinaus reichen die Aufgaben vom Spielen, Toben oder Überwachen der Hausaufgaben über das Füttern und Zubettbringen bis hin zum nächtlichen Trösten und In-den-Schlaf-Singen. In immer mehr deutschen Großstädten bieten soziale Träger inzwischen sogar Kurse für nebenberufliche Kinderbetreuer an. Nicht verschwiegen wird dabei aber auch die äußerst attraktive Seite des Jobs: Oft können die Abend- und Nachtstunden nämlich zum Arbeiten genutzt werden. Eltern, die ihre Kinder gut versorgt wissen, bleiben gerne mal bis in die frühen Morgenstunden weg – Zeit, die für eine Hausarbeit sinnvoll genutzt werden kann.

Vermittlung im Internet

Angeboten und gesucht werden die Jobs als Babysitter oder Nanny in örtlichen Tageszeitungen, bei studentischen Arbeitsvermittlungen, Nannyagenturen oder im Internet. Auf Portalen wie Betreut.de präsentieren sich Studentinnen und Studenten mit Foto, Erfahrungen und Referenzen. Eltern wählen anhand von persönlicher Sympathie, Erfahrung, Verfügbarkeit und natürlich auch dem gewünschten Stundenlohn ihre Kandidaten aus. Wie die Süddeutsche Zeitung herausfand ist die durchschnittliche Bezahlung für Babysitter je nach Studienort ganz unterschiedlich: Eltern in München zahlen rund 12 Euro Stundenlohn, während beispielsweise in Duisburg nur 8,40 Euro üblich sind.

Studentenjob mit Tradition

Dass Eltern kleiner Kinder und Studierende traditionell ein gutes Team sind, ist kein Wunder. Die jungen Leute schätzen die Abwechslung vom Uni-Alltag, die Möglichkeit des abendlichen ruhigen Arbeitens und nicht zuletzt die Bezahlung bar auf die Hand. Für Eltern liegt der Vorteil in der Flexibilität der Studenten, die auch kurzfristig und ohne weitere Verpflichtungen einspringen, wenn Mama und Papa einfach mal wieder einen Abend als Paar verbringen wollen.

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