Wofür es sich zu kämpfen lohnt

Die Apokalypse ist abgewendet. Aber natürlich kommt Riley Blackthorne, die junge Dämonenfängerin aus Atlanta, trotzdem nicht zur Ruhe. Da sah endlich alles nach einem Happy End mit Beck aus und dann will der schon wieder das Weite suchen. Außerdem ist ihr Ex, der gefallene Engel, leider doch nicht tot. Und in der Hölle bahnt sich ein Machtkampf an, der auf Atlanta dramatische Auswirkungen haben könnte …

Wofür es sich zu kämpfen lohnt

Der Krieg scheint gewonnen, aber es war nicht die letzte Schlacht

Nach dem ultimativen Showdown Himmel gegen Hölle im letzten Band der Reihe könnte das Leben von Riley Blackthorne und ihren Kollegen und Freunden eigentlich ruhigere Gefilde ansteuern. Das wäre aber natürlich zu langweilig. Also geht es zunächst einmal mit der widerborstigen Beck in dessen Heimat. Dort liegt nämlich seine Mutter, zu der er alles andere als ein gutes Verhältnis hat, im Sterben. Riley soll ihn begleiten, um zu Hause ein wenig aus der Schusslinie der Presse zu gehen. Dass es im Süden noch viel brenzliger wird, hätte sie derweil wohl nicht erwartet. Schließlich wartet dort auf sie die Vergangenheit des Manns ihres Herzens auf sie – und die war fast durchgängig alles andere als rosig. Das wird aber nicht nur zur Belastungsprobe für die sich anbahnende Beziehung, sondern  Beck auch fast zum Verhängnis. Denn in den Sümpfen seiner Heimat sind die Alligatoren nicht die gefährlichsten Geschöpfe.

Derweil intrigieren sich die getreuen des aufmüpfigen Engels Sartael durch die Hölle. Luzifer scheint sich nicht mehr auf Dauer an der Macht halten zu können. Und wenn seine Herrschaft fällt, wird Sartael Rache an Atlanta und Riley nehmen wollen … Will sie nicht alles, was ihr bis jetzt geblieben ist, verlieren, muss sie anfangen die Dämonen nicht mehr nur zu fangen. 

Die Luft ist ein wenig raus

Ja, auch Band 4 war nett zu lesen. Aber im Grunde handelt es sich nur noch um ein überlanges Schlusskapitel. Es ist schon ganz nett zu lesen, wie Beck doch noch mit sich ins Reine kommt und ein bisschen mehr darüber zu erfahren, wie es nach der beinahe Apokalypse weiter geht, aber nennenswerte Charakterentwicklungen oder unbedingt notwendige Handlungsstränge fehlen. Zudem wirkt das ganze sehr zerteilt. Die Handlung im Süden und das Ende dann nach der Rückkehr von Riley und Beck nach Atlanta ergeben einfach nicht so richtig eine runde Geschichte. Leider wirkt es am Ende so, als wäre die nette Grundidee einfach auserzählt gewesen. Schade. Aber wohl gemerkt: Richtig schlecht und/oder langweilig ist es immer noch nicht, nur eben nicht mehr so ideensprühend.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Jana Oliver. Engelsfeuer (Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin 4)
16,99 Euro. Fischer FJB 

 

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