Taaaaaaxi!

Nein, natürlich ist eine Stretchlimousine kein schnödes Taxi. Die Kundschaft findet er, Stretch, leider gar nicht so cool. Wie sein Leben, denn das steht auf dem Kopf. nur ist das so gar kein Vergleich zu dem, was sein neuester Fahregaast, ein irrer Milliardär, noch damit anstellen wird …

Ein bisschen sehr irre - das Duo Wilson/Pine ist grandios! © Universal Pictures
Ein bisschen sehr irre – das Duo Wilson/Pine ist grandios! © Universal Pictures

Einst war sein großer Traum, als Schauspieler in Los Angeles durchzustarten. Hollywoord, natürlich. Jetzt hat er seinen Spitznamen von seiner tatsächlichen Arbeit: Stretch(-limousinenfahrer). Seine heiße Freundin Candace hat ihn für einen Star-Sportler verlassen, sein Konto ist chronisch im Minus, die Mafia hält in Sachen Spielschulden die Füße leider nicht mehr still – und dann kommt da ein absolut durchgeknallter Fahrgast daher. Ein Milliardär, der nicht nur schrullig ist, sondern absolut irre. So irre, dass er Stretch über 6.000 Dollar Trinkgeld anbietet, wenn er die Nacht als sein Fahrer und personal assistent durchhält. Klingt opti? Ihr werdet’s sehen … 😉

Die Kritik

Eines vorab: STRETCH ist kein Trash! Dieser Film ist wohl eine der besten und genialsten Comedys, die je aus Amiland herüber geschwappt sind. In STRETCH nehmen einige der bekanntesten Gesichter Hollywoods wie Chris Pine, Patrick Wilson und Jessica Alba die Industrie aufs Korn, die sie zu Stars gemacht hat: Hollywood.

Die verwerteten Klischees und Kritikpunkte sind zahlreich: Erfolgloser Schauspieler wird Taxifahrer, massive Spielschulden, aggressiver Mob, unmöglich einzuhaltende Deadlines zur Abzahlung, hübsche Frauen suchen sich „Karriere-Beziehungen“, reiche Menschen in Hollywood sind übelst exzentrisch, es gibt die abscheulichsten Parties, und am Ende? Geht es um eine banale Liebesgeschichte. Im Prinzip ist das ein Drehbuch mit den Standard-Handlungen eines pseudo-romantischen Hollywood-Streifens. In Stretch gibt es sie geballt in einem Film – und das ist einer der Faktoren, die diesen Film so grandios machen. Im Prinzip ist der Film damit ein gigantischer Spiegel für die Massen-Industrie in Los Angeles.

Dabei versucht STRETCH eben nicht, einfach nur platt zu unterhalten. Die Schauspieler geben sich a) richtig Mühe und b) merkt man einfach, dass sie bei dem verrückten Skript einfach Spaß an ihrer Arbeit hatten. Vor allem Chris Pine als der schräge Milliardär.

Satire vom Feinsten, die wirklich gut umgesetzt wurde!

Bettina Riedel (academicworld.net)

STRETCH

Regie: Joe Carnahan
Darsteller: Patrick Wilson, Jessica Alba, Chris Pine

Seit dem 28. Mai auf DVD und BluRay im Vertrieb der Koch Media im Handel erhältlich.

 

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