Schon immer verliebt?

Emma und Will, beste Kindheitsfreunde. Bis ein Schicksalsschlag sie auseinander reißt. Sie entwickeln sich vollkommen gegensätzlich, doch irgendwann treffen sie wieder aufeinander. Mit beinahe katastrophalen Folgen.

Emma und Will - beste Freunde für immer? © capelight pictures
Emma und Will – beste Freunde für immer? © capelight pictures

In ihrer Kindheit waren Emma (Rachel Bilson) und Will (Tom Sturridge) die engsten Freunde. Jeden Tag waren sie gemeinsam unterwegs und haben alles zusammen uternommen. Doch sie verlieren den Kontakt, als Wills Eltern in einem grausamen Zugunglück sterben und Will mit seinem Bruder aus der Kleinstadt wegziehen muss. 

Fast forward zur Gegenwart: Emmas Vater ist sterbenskrank, also kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück. Dadurch hofft Emma auch, ihr Leben als Schauspielerin und ihr kompliziertes Liebesleben hinter sich lassen zu können. Auch Will macht sich auf den Weg in seinen Ursprungsort. Sein Bruder Jim (Scott Mechlowicz) denkt allerdings, dass er wegen dem frühen Tod ihrer Eltern psychische Probleme hat. Tatsächlich lebt Will ohne Wohnung, ohne Hab und Gut, ohne ‚reguläre‘ Arbeit und mit der Überzeugung, dass Emma und er einfach fest zusammen gehören. Als er ihr gegenübersteht, läuft so einiges nicht wie geplant. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und wirbelt das Leben der beiden munter durcheinander! 

Happy End Garantie

Es ist definitiv nicht zu viel verraten, wenn man an dieser Stelle von einem Happy End spricht. Genau dafür sind Filme dieser Art ja da. Die schaut man, weil man eine Dosis Romantik verabreicht bekommen möchte. Hier unterscheidet sich „waiting for forever“ aber etwas von den üblichen Verdächtigen. 

Emma wächst zu einer 'normalen jungen Frau' heran, aber Will zum kindhaften Exzentriker. © capelight pictures
Emma wächst zu einer ’normalen jungen Frau‘ heran, aber Will zum kindhaften Exzentriker. © capelight pictures
Was hält die Zukunft für die ehemals besten Freunde bereit? © Cass Studios 2008
Was hält die Zukunft für die ehemals besten Freunde bereit? © Cass Studios 2008

Immerhin ist Will tatsächlich etwas übermäßig abhängig von Emma. Die Abhängigkeit manifestiert sich ja schon in ihrer Kindheit. Der einzige Grund, warum das nicht verdächtig wirkt, ist Wills ureigenste Art: Irgendwo ist er noch sein kindliches Selbst und trägt sein Herz direkt auf der Brust. In dem Zustand ist er natürlich nicht der Mann, der Emma glücklich machen kann – und muss noch etwas unamüsante Abhärtung vertragen. Die kommt auch echt hart. Und genau das ist das der Grund, warum WAITING FOR FOREVER kein Vertreter der zu leeren Romanzen-Filme ist. Er ist vielmehr ein Vertreter der sanften Romanze, in der der Held kein muskelbepackter Macho ist. In der die Frau die stärkere Person ist. Das ist auch mal eine sehr nette Abwechslung.

Klar, der Film wird keine Revolution eures Weltbilds hervorrufen. Aber er ist witzig, gut gespielt (insbesondere Tom Sturridge), ihr bekommt das, was ihr sehen wollt und das sommerliche Heimkino ist um eine Romanze reicher! 

Bettina Riedel (academicworld.net)

Waiting for Forever

Darsteller: Richard Jenkins, Tom Sturridge, Rachel Bilson, Scott Mechlowicz
Regie: James Keach

Im Handel seit dem 11. Juli 2014 auf DVD, BluRay und als VoD
Im Vertrieb der capelight pictures

Share.