Ruhm

Neun Geschichten – ein Roman, so versteht sich Daniel Kehlmanns „Ruhm“. Klingt ungewöhnlich, ist es auch. Aber ungewöhnlich muss ja nicht schlecht sein.

Daniel Kehlmann "Ruhm"

Ein Elektroniker erhält fremde Telefonanrufe und beginnt nach und nach das Spiel der falschen Identität mit zu spielen. 
Ein Schriftsteller der alle Personen seiner Umgebung zu Figuren seiner Romane verarbeitet. 
Eine alte Frau die mit dem Tod und ihrem Schöpfer kämpft. 
Ein Schauspieler den niemand mehr anruft und der sein eigener Imitator wird. 
Eine Autorin, die bei einer Auslandsreise verloren geht. Ein Erfolgsautor der an Selbstmord denkt. 
Ein frustrierter Internetblogger der plötzlich auf einen Kongress geschickt wird. 
Ein Abteilungsleiter der im Wirrwarr seiner Affären seinen Job riskiert. 
Sie alle sind Teil von Daniel Kehlmanns Roman „Ruhm – Ein Roman in neun Geschichten.

Neu und unkonventionell  

Der Autor von „Die Vermessung der Welt“ zeigt einmal mehr sein großes Talent zum Schreiben und Geschichten erzählen. Jede Kurzgeschichte an sich ist bereits ein Highlight und ein literarischer Genuss. Dem aufmerksamen Leser erschließen sich bald die Zusammenhänge und er beginnt zu verstehen worum es geht: Um ein großes Ganzes; Um Geschichten in Geschichten, die ineinander übergehen, sich berühren und einander ergänzen.  Daniel Kehlmann gehört nicht umsonst zu einem der meist gelobten Autoren der letzten Jahre, was er mit diesem Werk beweist. Für alle Leser die sich darauf einlassen wollen, etwas Neues und Unkonventionelles zu lesen und Gefallen an Kurzgeschichten haben, ist dies das ideale Buch. 

Katharina Kozok (academicworld.net-Userin)

Daniel Kehlmann. Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten
8,99 Euro. rororo

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