Rocker Lyrik – Rhythmus der die Welt verändert

Die Texte, die heute die Menschen bewegen sind keine Gedichte mehr, sondern oft genug Songtexte. Davon ausgehend hat Thomas Kraft mit „Rock Lyrik“ eine Sammlung von großen Songs inspirierter Lyrik herausgebracht. Ungewöhnlich, aber nicht ohne Reiz.

Rock Lyrik

Inspiration ist alles

Lyrik, Gedichte – altbackenes Zeug? Um zu zeigen, was moderne Lyrik kann und begabte aktuelle Dichter vorzustellen hat sich Thomas Kraft ein interessantes Konzept ausgesucht. Um bekannte Klassiker der Rockmusik – von „Let It Be“ (Beatles) über „I Can’t Get No Satisfaction“ (Rolling Stones) bis „Burn To Run“ (Bruce Springsteen) – entsteht eine abwechslungsreiche Werkschau deutscher Lyrik. Inspiriert von Text, Titel, Bilder oder Rhythmus der Lieder sind Werke entstanden, die gleich zweierlei anregen: das Interesse an den Liedern und das Interesse an modernen Gedichten.

Das Taschenbuch ist außerdem mit dreißig Konzertfotografien von Helmut Ölschlegel illustriert. Ölschlegel bereist seit Jahrzehnten Konzerte und Festivals in aller Welt, um die Rock-Legenden für die Nachwelt im Bild festzuhalten.

Obwohl die 39 Texte sich stark unterscheiden, einmal angenehm und schmeichlerisch, mal hart und anstrengend sind, bleiben sie immer faszinierend. Neu, eigenständige Werke sind da entstanden, die eine Kenntnis des zugrunde liegenden Songs zwar wünschenswert, aber nicht notwendig machen. Vielleicht nichts für die Massen – wenngleich diese die Lieder kennen – aber nicht zu verachten.

 

Gisela Stummer (academicworld.net)

 

Thomas Kraft, Helmut Ölschlegel (Hrsg.): Rock Lyrik

Deutscher Taschenbuch Verlag, 9,90 Euro

 

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