Reise in die Katastrophe: Our day will come

Außenseiter Rémy trifft auf den frustrierten Psychotherapeuten Patrick, der sich seiner annimmt und ihn nach seinen Vorstellungen formt. Doch schon bald beginnt sich der Schüler von seinem Meister zu lösen – mit schrecklichen Folgen.

 

 

Der schüchterne, rothaarige Rémy alias Olivier Barthélémy hat es nicht leicht. In der Schule wird der Außenseiter gehänselt, mit seiner Mutter hat er nichts als Ärger und seine Freundin aus dem Internet entpuppt sich zu allem Übel auch noch als Mann. Als er eines Abends den Psychotherapeuten Patrick kennenlernt, wendet sich das Blatt. Patrick, der ebenfalls rote Haare hat, ist gelangweilt von der Welt, der Gesellschaft und seinen Patienten. Er nimmt sich Rémys an und zwingt ihn nach seinen Regeln und Vorstellungen zu leben. Lässt sich Rémy am Anfang noch stark beeinflussen, verliert der Meister nach und nach die Kontrolle über seinen Schüler, der immer aggressiver und unberechenbarer wird. Schließlich geraten die beiden völlig außer Kontrolle – die Katastrophe ist vorprogrammiert.

Ein Film für starke Nerven

„Our day will come“ wirft viele Fragen auf und lässt den Zuschauer ratlos zurück. Viele der Handlungselemente sind kaum zu durchblicken. Die düstere Stimmung und die äußerst brutalen Szenen sind mitunter nur sehr schwer zu ertragen. Obwohl Vincent Cassel ein großartiger Schauspieler ist und seine Rolle komplett verinnerlicht, fällt es einem bis zum Schluss schwer, den Charakter des Patrick zu fassen. Während sich die Handlung zu Beginn etwas zieht, nimmt der Film zum Ende hin an Fahrt auf. Dabei scheint die radikale Entwicklung Rémys aber eher unmotiviert zu sein.

Fazit: Eher kein Film für einen entspannten Fernsehabend – wer bis zum Schluss durchhält, hat starke Nerven bewiesen.

F.K., academicworld-user

„Our day will come“ ab 21. September 2012 auf DVD, Blu-ray und Video-on-Demand

 

 

 

 

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