Macht und Phantasie

Regisseur Sam Raimi schickt sich in „Die fantastische Welt von Oz“ an, eine nie erzählte Geschichte aus dem Kosmos von L. Frank Baums phantastischer Welt zu erzählen. Denn: Wie kam eigentlich der Zauberer nach Oz? Seit 11. Juli auf DVD und Blu-ray.

Macht und Phantasie
Beim Blick auf die Smaragdstadt ist Oz schnell bereit den mächtigen Zauberer zu geben. © DISNEY

Ballonfahrt in eine unbekannte Welt

Aus der schwarz-weißen Jahrmarktweld, in der er als Zauberer sein Unwesen treibt, verschlägt es Oscar Diggs (James Franco), genannt Oz, durch einen Wirbelsturm in die kunterbunte und atemberaubende Welt Oz. Dort begegnet er bald der hübschen und freundlichen Hexe Theodora (Mila Kunis), die, als sie hört, dass er genau wie das Land Oz heißt und Zauberer ist, sofort davon überzeugt ist, dass er die Antwort auf eine alte Prophezeiung ist – und somit der Retter von Oz. Sie bringt ihn in die Smaragdstadt, wo in Ermangelung eines Königs – den Posten soll ja, wenn es nach ihm und Theodora geht, Oz übernehmen – ihre Schwester Evanora (Rachel Weisz) die Regierung führt. Die scheint gar nicht unbedingt so angetan von dem potenziellen Retter und schickt ihn erst einmal los eine böse Hexe zu töten. 

Abenteuer am Wegesrand

Unterwegs auf der gelben Ziegelstraße wird der eigentlich wahnsinnig egoistische Oz zum Retter und als er schließlich bei der bösen Hexe Glinda (Michelle Williams) ankommt, muss er feststellen, dass gut und böse oft nicht das sind, was sie auf Anhieb scheinen. Bald kommen auch vermehrt Zweifel an Oz‘ magischen Fähigkeiten auf. Wird es ihm trotzdem gelingen der Retter zu werden, den das Land so dringend braucht?

Macht und Phantasie

Kenner der Materie werden vom Ende natürlich weniger überrascht sein, aber die Wandlung des selbstsüchtigen Schufts Oz dürfte auch für sie unterhaltsam sein. Die Figuren und vor allem auch die schwarz-weiße Anfangssequenz sind extrem liebevoll gezeichnet. Wunderbar gelöst außerdem, wie sich reale Welt und Oz immer wieder spiegeln. So wird aus dem kleinen Mädchen im Rollstuhl, dem Oscar nicht helfen kann das Porzellanmädchen mit den gebrochenen Beinen, dem Oscar in Oz sehr wohl helfen kann.

Gerade beim Wechsel nach Oz wurde an alles gedacht: Wenn Raimi nach 18 Minuten via  Wirbelsturm den Zauberer aus seiner Welt reißt, wechselt er gleichzeitig vom Normalformat zu Cinemascope, von Mono zu Stereo, vom billigen Zirkustrick zum 3D-Zauber. Das ist zunächst ein wahrer Farbschock. Doch dadurch, dass viele Kulissen tatsächlich gebaut wurden und nicht nur aus dem Computer stammen, erhält der Film doch eine gewisse Erdung. Die Geschichte ist natürlich nicht wahnsinnig tiefgründig, sondern eher märchenhaft deutlich, aber dafür wahrhaft spektakulär anzusehen. Ein Muss für alle, die im Kino gerne träumen.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Die fantastische Welt von Oz

Regie: Sam Raimi
Darsteller: James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz, Michelle Williams, Zach Braff

Ab 11. Juli 2013 auf Disney DVD, sowie 2D und 3D High-Definition Blu-ray™ erhältlich!

Weitere Infos unter: www.disney.de/oz 
Deutscher Facebook-Channel zum Film: http://www.facebook.com/diefantastischeweltvonoz  

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