Fernweh-Blog: Samira in the UK!

Samira Oeding, 23 Jahre alt, studiert den dualen Bachelor of Arts Service Management an der ISS International Business School of Service Management. Die Hamburgerin geht für ihr Ausbildungsunternehmen Siemens Enterprise Communications GmbH & Co.KG, Hamburg nach Milton Keynes in England. Sie bleibt zehn Wochen dort und wird Projekte begleiten, die sogar die Regierung als Kunden haben. Ihr Betreuer vor Ort hat ihr ein Zimmer bei einer Gastfamilie organisiert, die nur zehn Minuten vom Büro entfernt wohnt. Für Samira bedeutet diese Reise viel. „Endlich kann ich für eine etwas längere Zeit im Ausland leben und arbeiten, Kontakte knüpfen und weitere Praxiserfahrung sammeln.“

22. November 2012 – Clubbing and Working

What’s the english word for „Absteige“?

Das Wochenende in London war stressig, aber sehr lustig. Das Hostel war ein kleines Abenteuer, aber für 25 GBP pro Person pro Nacht mit sehr zentraler Lage am Kings Cross Bahnhof, kann man vielleicht auch nicht mehr erwarten 🙂

Wir haben in einem 6er Frauenzimmer mit eigenem „Bad“ gewohnt. Zum Glück haben wir die halbe Nacht in der Disco verbracht. Denn nach dem Besuch im „Fabric“, mit toller Musik und super Stimmung, hat man sich über jede Art „Bett“ gefreut.

Samstag sind wir dann nach Covent Garden, doch nach einer Stunde inkl. Besuch im 3-stöckigen M&M’s Shop, sind wir dann doch wieder in Camden Town gelandet. Am Abend sind wir dann zurück nach Milton Keynes gefahren und haben uns am Sonntag den neuen und letzten Twilight Film angesehen.

Am Montag und Dienstag hat die erste Stufe der ISO Zertifizierung statt gefunden. Bei dieser wird erst einmal grob geschaut, ob alles für die zweite Stufe (der eigentlichen Zertifizierung) vorhanden ist. Hierfür wurde der komplette Prozess des Unternehmens mit dem zukünftigem Auditor durchlaufen und dieser hat seine Anforderungen für die Zertifizierung geäußert. Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen z.B. Einkauf oder Customer Relations mussten dem Auditor den abteilungseigenen, alltäglichen Prozess darstellen. Dies war für mich eine tolle Möglichkeit einen recht tiefen Einblick in die Tätigkeiten und Tools der einzelnen Abteilungen zu erhalten. Nun haben die Abteilungen rund zwei Monate Zeit, um ihre Dokumente anhand der Zertifizierungsansprüche anzupassen. Leider werde ich zum Zeitpunkt der zweiten Stufe nicht mehr in Milton Keynes sein.

Zurzeit gibt es bei Siemens eine interne Photo-Challenge. Bei dieser sind Mitarbeiter von Siemens Enterprise Communications aus aller Welt aufgefordert, ein Photo einzusenden, das die Vorteile für Teams durch unsere Technik darstellt. Ich habe mir etwas einfallen lassen und ein Photo eingeschickt. Dies ist nun im Intranet zu sehen und Mitarbeiter können bis  Ende Dezember dafür voten. Innerhalb von 3 Tagen habe ich nun schon 50 „Likes“ bekommen, mit denen ich momentan noch auch Platz 1 bin. Ich halte Euch auf dem Laufenden 🙂

Dieses Wochenende werde ich nach München fliegen, um zu einer Familienfeier zu gehen. Dort werde ich dann zwei Wochen vor meiner Rückkehr Freunde & Familie wiedersehen 🙂

13. November – the tale of the spooky pub

Nicht ganz geheuer …

Am Freitag waren wir im Bicester Village. Dies ist ein Outlet von vielen bekannten Designern u.a. Prada, Michael Kors, Ted Baker und auch dem Designer von Kate Middleton’s Hochzeitskleid Alexander McQueen.

Doch da ein Einkauf in diesen Geschäften auch in einem Outlet die Geldbörse eines normalen Studenten sprengen, lohnt sich eher der Besuch in einem Superdry oder Tommy Hilfiger Store. Dort kann man dann tatsächlich günstige Markenkleidung kaufen.

Samstag sind wir dann nach Cambridge gefahren. Eher gesagt zu dem Park&Ride Platz von dem man mit dem Bus alle 10 Minuten ins Zentrum hin und zurück fahren kann, denn in Cambridge gibt es kaum einen Parkplatz. Die gesamte Innenstadt besteht aus Fußgängerzonen und alle fahren mit dem Fahrrad. 

Auch hier haben wir wieder eine Walking Tour gemacht. Geplant war diese wieder mit footprint tours, doch diese haben an dem Tag keine Touren veranstaltet. Daher haben wir eine Tour des Touristen Centers aufgesucht. Diese hat zwar feste 16 GBP pro Person gekostet, aber der Tourist Guide ist mit uns in zwei Colleges, St. John’s und Queens College, gegangen. 

Nach der zweistündigen Tour haben wir den Guide dann noch auf ein Bier in dem bekannten Pub „The Eagle“ eingeladen. Bekannt ist dieser Pub, da sich Mitglieder der RAF während des Zweiten Weltkrieges  an der Decke und an den Wänden des Pubs verewigt haben. Zudem gibt es im ersten Stock ein Fenster, das nie geschlossen wird. Man sagt, dies sei sogar im Pachtvertrag des Pubs schriftlich festgehalten. In dem Raum mit dem offenen Fenster soll vor hunderten von Jahren ein Kind gestorben sein, da es das Fenster nicht öffnen konnte. Man glaubt, das andere schlimme Dinge passieren würde, wenn man das Fenster schließe und daher bleibt es immer einen Spalt offen.

Nächstes Wochenende geht es nach London. Dort übernachten wir in einem 200 Jahre altem Gerichtsgebäude , das heute ein Hostel „Clink78“ ist. Geplant ist Shopping in Covent Garden und ein Besuch im „Fabric“, einer der bekanntesten Clubs der Stadt. Sonntag werden wir dann die Warner Bros. Harry Potter Studios in der Nähe von London besuchen und durch die Winkelgasse schlendern 🙂

6. November – The Germans in Ochsenfurt

Ausflug nach Oxford

Ein sehr ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir.

Seit letztem Donnerstag haben wir eine neue Kollegin aus München im Büro. Sie ist 22 und arbeitet seit 2 Jahren als Werkstudentin bei Siemens Enterprise Communications.

Am Samstag bin ich mit ihr nach Oxford gefahren und war beeindruckt. Die alten Universitätsgebäude und die Blackwell’s Buchhandlung, die den größten Raum für den Verkauf von Büchern in ganz Europa haben soll, haben großen Eindruck hinterlassen.

Ein Tipp für alle die neben dem Sightseeing auch an der Geschichte interessiert sind: footprints tours. Wie der Name schon sagt wird man bei dieser kostenlosen Sightseeing-Tour zu Fuß durch Oxford geführt. Wem es gefallen hat, gibt dem tourist guide am Ende Trinkgeld. Wir hatten einen sehr netten Mann names Chris, der schon ewig in Oxford lebt und uns viel zeigen und erzählen konnte. Unter anderem waren wir auch in dem Raum, der in den Harry Potter- Filmen das Hogwarts Hospital dargestellt hat. Sehenswert ist auch einer der ältesten Pubs in Oxford „The Bear“, der 1242 gegründet worden sein soll. Hier hängen rund 4.500 abgeschnittene Krawatten unter anderem auch von Polizisten, die das untere Stück ihrer Krawatte gegen einen halben Liter Bier eingetauscht haben 🙂

Da es mir in Oxford so gut gefallen hat, durfte ich spontan bei Bekannten meiner Kollegin, die mich sehr nett aufgenommen haben, übernachten. Die Kinder der Familie gehen auf eine tolle Internatsschule in Oxford, die ich am Sonntag besuchen durfte, um den Theaterautritt des jüngeren Sohnes zu sehen. Bei dieser Schule hat man sich gewünscht, selbst wieder ein Kind zu sein: die Kantine ist vergleichbar mit einem 5-Sterne Restaurant, die Schule besitzt eine eigene Kirche, Theaterbühne, Kino, u.v.m.

Nächstes Wochenende wollen wir vielleicht nach Cambridge fahren, um uns selbst ein Bild davon zu machen, welche Universitätsstadt schöner ist, da die Meinungen in diesem Fall weit auseinander liegen.

Donnerstag ist mein nächstes Kundenmeeting bei der Verwaltung des London Borough Sutton (Stadtteil im Süden Londons). Die Woche darauf kommt ein Mitarbeiter der ISO (International Organization for Standardization) ins Büro nach Milton Keynes und ich freue mich darauf, den Ablauf einer ISO-Zertifizierung für Qualitätsmanagement beobachten zu dürfen.

30. Oktober 2012 – Hamburger und Kunden

London. No more words

Das Wochenende in London war toll. Hotel mit Blick zur St. Pauls Cathedral und guter Underground-Anbindung.

Trotz winterlicher Kälte sind wir zu Fuß entlang der Themse zum London-Eye und Big Ben gelaufen. Anschließend vorbei an der Westminster Abbey, durch den St. James Park zum Buckingham Palace.

Nach einem Spaziergang durch den Hyde Park haben wir uns dann noch dazu entschlossen, nach Camden Town zu fahren. Toller Markt mit Vintage-Ständen und Essen aus aller Welt: hier fühle ich mich wohl 🙂

Dinner haben wir im Kultviertel Soho bei „Honest Burger“ genossen. Leckere, medium gegrillte Burger mit hausgemachten Chips, sehr zu empfehlen.

Letzte Woche hatte ich mein erstes Kundenmeeting. Endkunde ist Virgin Atlantic Airways, eine britische Fluggesellschaft in Crawley (in der Nähe vom Gatwick Airport und südlich von London). Trotz der Fahrt über die bekannte, viel befahrene Ringautobahn M25 (188 km lange Autobahn rund um London) sind wir rechtzeitig in Crawley angekommen und hatten ein sehr interessantes Kundenmeeting mit der Service Managerin vor Ort.

In den nächsten Tagen werde ich in offene Themen und Aufgaben, die in diesem Service Review Meeting entstanden sind, eingebunden und plane, beim nächsten Service Review Ende November dabei zu sein, um die Ergebnisse zu präsentieren.

20. Oktober 2012 – London calling

In 3 Tagen bin ich schon einen ganzen Monat hier in Milton Keynes. Die Zeit rennt.
 
In der Firma bin ich schon in einige Projekte eingespannt und werde diesen Donnerstag an einem Kunden-Meeting in Crawley, südlich von London, teilnehmen. Letzte Woche hatten wir einen sehr lustigen Bowling-Abend mit insgesamt 30 Kollegen und zu Halloween gibt es eine Quiz-Night: es gibt hier recht viele Termine, bei denen die Mitarbeiter gemeinsam etwas unternehmen. Dadurch konnte ich schon viele Kollegen kennenlernen.
 
Ich habe mich auch schon sehr gut in die Familie eingelebt und war mit einer meiner Mitbewohnerinnen in London.
Nach einem Besuch bei Selfridges und Primark sind wir entlang der Themse spazieren gegangen. Es war ein toller Samstag Nachmittag (ohne Regen 🙂 ) und auf einer Seite der Themse waren viele Straßenkünstler. Abends sind wir dann noch mit Freunden in einen englischen Pub etwas trinken und essen gegangen.
 
An den Wochenenden gehe ich meist morgens mit den Hunden der Familie, die ich jetzt schon sehr ins Herz geschlossen habe und einer Mitbewohnerin joggen. Danach gibt es meist „poached eggs“ mit frischen Eiern der familieneigenen Hühnern.
 
Dieses Wochenende erwarte ich meinen ersten Besuch aus Deutschland und wir werden für 3 Tage in London bleiben, um die Geschäfte, Pubs und Discotheken unsicher zu machen. Can’t wait 🙂
 

2. Oktober 2012 – Die erste Arbeitswoche

Willen Lake mit britischem Wetter

Gestern hatte ich meinen ersten Tag im Büro.
Der Siemens- Standort ist von dem Haus meiner Gastfamilie mit dem Fahrrad in 5 Minuten zu erreichen.

Ich habe meinen Betreuer kennengelernt und die Kollegen sind alle sehr nett. Lag vielleicht daran, dass ich Muffins dabei hatte 🙂

Das Büro besteht, wie in allen Siemens- Standorten auch hier aus flexiblen und festen Arbeitsplätzen. Daher konnte ich mir einen Platz aussuchen. Viele arbeiten hier von Zuhause aus, da sie über ganz England verstreut wohnen. Es gibt auch einen kleinen Standort direkt in London, der für Kundenmeetings genutzt wird.

Meine erste Aufgabe wird es sein den internen Incident- Prozess darzustellen und zu beschreiben. Incidents sind ungeplante Ereignisse, die den Standardbetrieb eines Services der SEN beeinflussen ggf. beeinträchtigen.

Auch in der Gastfamilie habe ich mich schon gut eingelebt. Ich habe hier ein großes Zimmer und ein Bad für mich allein. Die Mitbewohner sind alle sehr nett und die zwei Hunde der Familie sind bei einem Spaziergang am Willen Lake (direkt am Haus) immer dabei.

Morgen, am Tag der Deutschen Einheit, habe ich sogar “ a bank holiday “ 🙂

28. September 2012 – Inselhopping

Mit EasyJet um 17:50 (Ortszeit England) in London Luton gelandet.

Durst aber keine Pounds dabei -.-  

18:45 vom Betreuer am Flughafen abgeholt. Stau.

Ankunft in der Gastfamilie: sehr nett aufgenommen, riesiges Haus mit Altbaucharme, viele Bewohner aus aller Welt (Japan, Tschechische Republik, Indien), gemeinsames Essen und juhu WLAN 🙂 

Großes Zimmer mit eigenem Bad. Koffer ausgepackt. Morgen erstmal Lebensmittel kaufen und MK erkunden. 

Zum Glück ein ganzes Wochenende Zeit um sich einzuleben und erst am Montag der erste Tag im Büro.


Samira Oeding ist zehn Wochen auf der Insel
Share.