Es grünt so grün…

… wenn Gwen in SMARAGDGRÜN dem Grafen zeigen will, dass er eben nicht so einfach die Weltherrschaft übernehmen kann! Am 8. Dezember 2016 kommt Teil 3 der Edelsteintrilogie ins Heimkino – ein zufriedenstellendes Ende dieser Filmreihe?

Bild: Concorde

Entschuldigt bitte den fehlenden Reim oben, aber uns kam partout keine Idee 😉
Wir erinnern uns: Es gibt 12 Menschen mit einem Zeitreisegen. Jedem wird ein Edelstein zugeordnet. Eine Loge kontrolliert diese Menschen, die quer durch die Jahrhunderte leben. Mit Hilfe einer Maschine, eines Chronographen, können sie gezielter durch die Zeiten springen. Angeführt wird die Loge vom Graf von Saint Germain, der allerdings ziemlich finstere Pläne hinsichtlich der Weltherrschaft verfolgt …

Jetzt im Teil 3: Gwen verweigert sich der Loge und elapsiert nicht mehr, sodass sie ganz unkontrolliert in London landet und ganz nebenbei Shakespeare zu einem seiner berühmtesten Sätze inspiriert. Außerdem ist sie stinksauer auf Gideon, der sie Ende des zweiten Abenteuers so unverschämt sitzen gelassen hat. Noch dazu ist sie im Besitz eines Chronographen, den ihr die Loge am liebsten entreißen würde. Gideon verfolgt in der Zwischenzeit ganz eigene Ziele, doch der Aufstieg des Adlers gehört garantiert nicht dazu. Während einer Party versucht er, sich Zugang zu einem anderen Chronograph zu verschaffen und verstößt mit diesem Zeitsprung endlich offiziell gegen die harten Regeln der Loge. Jetzt jagen sie auch ihn, denn sein Attentat auf den Grafen macht ihn endgültig zur Persona Non Grata.

 Die Kritik

Natürlich liegt vieles in dem für Jugendliche verfasste Buch an der Oberfläche: Ein bisschen Zickenkrieg, Liebe, Angst vor dem verletzt werden, Freund- und Feindschaften. Menschen aus dem eigenen Leben ausschließen, um sie zu schützen, Angst vor Versagen (schließlich will die Welt gerettet werden). Vor allem aber auch Feminismus und das Aufbegehren gegen eine patriarchische Organisation, die alles und jeden zu dominieren wünscht. Dabei hätte Gwen ja gar nichts dagegen, nur ein ganz normales Mädchen zu sein – zum Heldentum wird sie quasi gezwungen.

Nett finde ich die Verknüpfung der fantastischen Geschichte mit potenziell realen Wirtschaftsszenarien. So behandelt der Film kein komplettes Fantasy-Abenteuer, sondern wagt den ungewohnten Sprung in die Realität. Ganz ohne fiktive Plattitüden kommt der Film allerdings nicht aus – denn Gideon reitet tatsächlich auf einem weißen Gaul zur Rettung seines Rubins 😉

Es gibt kleine Logikfehler, beispielsweise am Ende, wenn Gwen zwei Mal am gleichen Ort auftauchen sollte, aber nur ein Mal vorhanden ist – nur sollte hier nicht zu viel verraten werden zwecks Spoiler. Paul in seinen Sechzigern ist ehrlich gesagt so ein kleiner Maskenfehler, außerdem passen die Optik eines alten und die Stimme eines jungen Mannes nicht recht zusammen.

Abgesehen davon ist die Edelsteintrilogie in der Filmfassung ein gelungenes Projekt. Deutsche Verfilmungen haben oft einen schlechten Ruf – klar, auf internationaler Vergleichsebene gibt es noch Spielraum nach oben, aber gerade Teil 3 macht Hoffnung für zukünftige Projekte.

 

Bettina Riedel (academicworld.net)

Smaragdgrün

Darsteller: Jannis Niewöhner, Maria Ehrich, Peter Simonischek,  Josefine Preuß, Kostja Ullmann, Laura Berlin, Florian Bartholomäi

Regie: Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde

Ab dem 8. Dezember im Vertrieb von Concorde Home Entertainment als DVD und BluRay im Handel erhältlich!

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