Die Kraft der Hoffnung

Der dritte und letzte Band der Muchachas-Reihe von Katherine Pancol „Nur ein Schritt zum Glück“ erzählt endlich, wie es weitergeht mit den spannenden Abenteuern und ergreifenden Schicksalen von Hortense, Josephine, Calypso, Stella, Leonie und Co. Zudem überrascht er mit neuen Einsichten und ungeahnten Wendungen und Zusammenhängen.

Während Hortense sich voll und ganz auf ihr geplantes Modehaus konzentriert und sogar bereit ist, dafür nach Paris zu ziehen, kommen ihr Freund Gary und Calypso sich immer näher. Es entwickelt sich eine tiefgreifende Liaison, die durch deren beider Leidenschaft zur Musik nur noch verstärkt wird. Doch trotz des Glücks, das Gary für Calypso empfindet, verzweifelt er an seinen neu entdeckten Gefühlen. Denn Gary liebt Calypso UND Hortense – ist das möglich?

Calypso ist vor Glücksgefühlen ganz benebelt und merkt nicht, dass eine plötzlich aufgetauchte Frau namens Emily verzweifelt versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Vor 25 Jahren hat diese Frau ihre neugeborene Tochter alleine im Krankenhaus zurückgelassen – zusammen mit einem kleinen Zettel, auf dem der Name Calypso stand. Und auch ihr vermeintlicher Vater scheint nicht ihr wahrer Erzeuger zu sein.

Stella findet heraus, dass ihre Mutter Leonie vor der Ehe mit dem gewalttätigen Ray eine Affäre mit einem anderen Mann hatte und dieser Mann ihr richtiger Vater ist. Es ist auch der Vater von Josephine, woraufhin Stella sich daran macht, ihre Halbschwester ausfindig zu machen.

Leonie, die von ihrem Mann Ray zusammengeschlagen wurde, geht es langsam wieder besser. Sie fasst neuen Lebensmut, hat weniger Angst und scheint endlich ihren Frieden mit der schrecklichen Vergangenheit gemacht zu haben. Bis auf einmal wieder Ray vor ihr steht…

Die Kritik

„Nur ein Schritt zum Glück“ ist eine sehr gelungene Fortsetzung von Katherine Pancols Muchachas-Trilogie. Wie auch schon seine beiden Vorgänger ist er luftig-leicht geschrieben mit einer schönen, gefühlvollen und einzigartigen Wortwahl und insgesamt sprachlich sehr gelungen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Die Protagonisten, die man mittlerweile richtig ins Herz geschlossen hat, erzählen abwechselnd aus ihrer jeweils subjektiven Perspektive und haben dabei jeder für sich eine ganz eigene, unverwechselbare Art sich auszudrücken und den Leser an ihren Gefühlen und Erlebnissen teilhaben zu lassen. Das lässt die Story noch individueller und sehr abwechslungsreich erscheinen. Während in den beiden vorherigen Büchern („Tanz in den Tag“ und „Kopfüber ins Leben“) immer jeweils nur ein paar der vielen verschiedenen Figuren im Mittelpunkt stehen, kommen im dritten Teil alle Personen gleichberechtigt zu Wort. Die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Muchachas werden nach und nach zusammen geführt, sodass am Ende der Trilogie ein miteinander verbundenes Beziehungsgeflecht entsteht. Die Autorin schafft es, diese Zusammenhänge glaubhaft darzustellen, ohne sie  konstruiert oder erzwungen erscheinen zu lassen. Natürlich hat der Roman auch ein Happy-End, was zuallererst einmal nicht wirklich überraschend scheint, aber es gelingt Pancol trotzdem, nochmal eine große Portion Spannung in das Ende zu packen.

Fazit: Pancol hat mit dem dritten Teil der Trilogie für ein mitreißendes Finale gesorgt, welches den Lesern die Kraft der Hoffnung vergegenwärtigt und ihnen zeigt, dass es im Leben oftmals „Nur (noch) ein Schritt zum Glück“ ist.

Tabea Hornung (academicworld.net)

Katherine Pancol. Muchachas – Nur ein Schritt zum Glück.
Carl´s books. 14,99 Euro.

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