Der Aufstieg zu den Sternen

In den 60er Jahren wurde ein super geheimes Star Shuttle gebaut, das die Amis bemannten und auf eine hundertjährige Reise schickten. 50 Jahre ging darin alles gut – bis eine junge Frau ermordet wird.

Alle Bilder: 2014 Syfy Media, LLC

Seit über 50 Jahren reist die USS ASCENSION durch das All, um auf einem entfernten Planeten eine Kolonie aufzubauen. Die jetzigen Bewohner des Schiffs sind also nur mit den Geschichten der Erde aufgewachsen und kennen nichts anderes als das Leben an Bord. Jetzt nähert sich die Reise dem letzten Umkehrpunkt: In ein paar Tagen werden die Kraft- und Rohstoffe nicht mehr reichen, um im Notfall zur Erde zurückzukehren. Prompt werden kleine Anschläge oder eher Sabotagen verübt, die der Bewegung NF (no future) zuzuschreiben sind. Denn nicht jeder an Bord ist besonders glücklich und viele glauben nicht mehr an die Mission… Dann wird vollkommen aus dem Nichts ein junges Mädchen erschossen – obwohl beim Start der USS ASCENSION im Jahre 1963 selbstverständlich keine Waffen erlaubt waren. Ein anderes Mädchen scheint geradezu paranormale Fähigkeiten zu entwickeln und dann wäre da noch der große Verrat. der geheimnisvoll über dem ganzen Schiff zu hängen scheint …

Die Kritik

Eines vorab, auch ohne zu spoilern: Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Wer ein klassisches oder modernes SciFy-Abenteuer erwartet, wird hier deutlich zu kurz kommen. Es beginnt zwar grandios mit einem super interessanten Plot, der allerdings nach einem Zwist den Handlungsfokus auf das Leben an Bord legt. Kombiniert mit dem Stand der 50er und 60er Jahre ist es kein echtes SciFy-Abenteuer wie Star Trek oder Stargate.

Die gesamte erste Staffel besteht aus sechs Episoden, die gleichzeitig die gesamte Serie darstellen. Nach der zweiten Folge war ich zugegebenermaßen ziemlich wütend, weil sich auf einmal einfach, einfach ALLES geändert hat. Das heißt allerdings auch nichts anderes, als dass ich mich super in die ersten beiden Folgen habe hereinsaugen lassen. Und es stimmt: Die Charaktere sind gut gespielt, die Optik ist herrlich 60er-Style, es gibt immer was Neues und man wartet auf das Donnerwetter, das zwangsläufig eintreten muss. Es gibt keine klassische Hauptperson, sondern zwischen acht und zehn maßgeblich beteiligten Personen, die immer wieder auftauchen. Es dauert etwas, bis man den eigentlich wichtigen Handlungsstrang als solchen identifizieren kann – das haben die Schöpfer der Serie richtig gut gemacht.

Hinter der Serie steht übrigens SyFy, die mit Eigenkreationen bisher eher ins Fettnäpfchen getreten sind. Mit ASCENSION springen sie diesmal darüber hinweg, wobei es ein paar Krümelchen Abzug in der Kür gibt: Das Ende war für einen Moment mit all den Auflösungen, wer nun für wen arbeitet, doch etwas verwirrend. Die Kernfrage ist und bleibt: Wer oder was aszendiert denn nun und in welche Richtung oder auf welche Stufe?

Bettina Riedel (academicworld.net)

ASCENSION
6 Episoden

Ab dem 18. August auf DVD, BluRay und digital im Vertrieb von STUDIOCANAL fürs Heimkino erhältlich.

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