Da steppt der Bär!

Wenn der Tyrannosaurus Rex sich wie ein verspieltes Hündchen aufführt und von den Hunnen bis zu den Miniaturcowboys alle Figuren eines Museums zum Leben erwachen, dann kann das nur einen Grund haben: Nachts im Museum ist zurück!

Es ist einige Zeit her, dass aus dem Loser Larry Daley (Ben Stiller) ein in seinen Job vernarrter Museums-Nachtwächter wurde – denn dank einer mystischen Tafel in der ägyptischen Abteilung erwachen alle Ausstellungstücke in den Nächten zum Leben. 

In einer dieser Nächte geht aber nicht alles so glatt wie sonst. Die Tafel hat übernatürlichen Rost angesetzt. Ihre Zerstörung würde aber das Ende des nächtlichen Lebens bedeuten für Larry mehr als eine mittlere übernatürliche Komplikationen. Helfen könnten die Eltern von Akmenrah, die nur leider einen ganzen Ozean weiter ausgestellt sind – im British Museum in London.

Mit von der Partie sind Daleys alte Freunde Teddy Roosevelt (Robin Williams), Miniatur-Cowboy Jedediah (Owen Wilson), Sacajawea (Mizuo Peck), Attila der Hunne (Patrick Gallagher) und Pharao Ahkmenrah (Rami Malek). In London trifft Larry Daley auf britische Ikonen wie beispielsweise Sir Lancelot (Dan Stevens), aber auch auf einen weiteren ägyptischen Pharao (Ben Kingsley) – mit dem die Zusammenarbeit nicht ganz so einfach ist wie ursprünglich erhofft. Außerdem: Nicht alle Ausstellungsstücke heißen den neuen Nachtwächter im British Museum willkommen – langweilig werden seine Schichten auch dieses Mal nicht …

Eine etwas andere illustre Reisegruppe mit wahren historischen Größen. Foto: Twentieth Century Fox
Eine etwas andere illustre Reisegruppe mit wahren historischen Größen. Foto: Twentieth Century Fox

Wir lieben Fortsetzungen!
Wirklich?

Den dritten Film der Nachts im Museum-Trilogie auf jeden Fall. Die Story basiert glaubwürdig auf den Handlungen der beiden Vorgänger. Ein Wechsel der Schauplätze ist inbegriffen und vermeidet so die billige Wiederholung, die so mancher befürchtet haben mag. Statt New York finden wir uns nun in London wieder – mit niemand geringerem als einem verwirrten Sir Lancelot als Repräsentant der englischen Museenwelt.

Heimliches Highlight: Rebel Wilson als weibliches Pendant zu Nachtwächter Larry ist absolut bezaubernd. Mit ihrer persönlichen Mimik und der Rolle, die ihr auf den Leib geschrieben scheint, bringt sie richtig Schwung in die Bude. Bekannt ist sie unter anderem durch ihre Rolle in Pitch Perfect.

Eine Sache aber bleibt gleich: Der Humor und die Liebe zum Detail, mit denen Nachts im Museum 3 gestaltet wurde. Von den Rollen, die vollkommen zu den vorhergehenden Handlungen passen bis hin zu den kleinen „Schutzfiguren“ der Tempel. Auch das Familienleben von larry kommt nicht zu kurz: Sein Sohn ist mittlerweile Teenager, wenn auch ein grundsätzlich sehr vernünftiger. Bis er dann plötzlich DJ auf Ibiza werden möchte. Vater und Sohn haben so manche nicht nur witzige, sondern tatsächlich inhaltlich bemerkenswerte Dialoge vor sich.

Ein weiterer Punkt, der diesen Film zu einem Highlight macht – es ist der letzte Film von Robin Williams. Der erfolgreiche Schauspieler beging am 11. August 2014 Selbstmord.

Ein absolut gelungener Feel Good Movie!

Bettina Riedel (academicworld.net)

Nachts im Museum – das geheimnisvolle Grabmal

Regie: Shawn Levy
Darsteller: Ben Stiller, Robin Williams, Owen Wilson, Rebel Wilson

Seit dem 18. Oktober im Verleih der Twentieth Century Fox im Kino

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