Böser Junge, Runde 2

Was macht ein Problemfixer der Stars und Sternchen in L.A., wenn seine eigenen Probleme immer stärker in den Vordergrund rücken? Er muss richtig aufdrehen! Klingt doch nach einer guten Basis für die zweite Staffel von RAY DONOVAN, oder?

Er ist der Problemlöser der Schönen und Reichen. Seine eigenen Probleme bekommt er aber nicht in den Griff – sein Vater hat am Ende der ersten Staffel den berüchtigten Sully Sullivan ermordet. Mit dem Leben unter dem Radar, das er nun führt, kommt er nicht wirklich zurecht. Zu wenig Geld, zu wenig Party, zu wenig Drogen, gar kein Glamour.

Kein Wunder, dass er seinen Ersatz-Sohn zu sich nach Mexiko bestellt – und will, dass er Kämpfe schmeißt, um Geld zu verdienen. Ray hat mit den Folgen zu kämpfen, die der Mord an Sully Episodenmäßig auslöst. Von unliebsamen und gesprächigen Zeugen bis hin zu der gut aussehenden Reporterin aus Boston, die sich dann doch etwas zu sehr für Mickey und Sullys Schicksal interessiert …

Die Kritik

Kurz gefasst: Öde. Irgendwie ist immer noch alles das gleiche. Ray hat Probleme mit seiner Ehe und überspielt sie durch tolle Geschenke. Seine Frau glaubt dem Schein, die Kinder sind in der Serie quasi total unwichtig. Der Alte benimmt sich wie immer, das FBI steht irgendwie auf unentschieden. Es ist also alles wie immer und daran wird sich nicht viel ändern. Die Probleme sind annähernd die gleichen.

Die neuen Entwicklungen sind langweilig, es gibt keine Spannung, sondern immer Öfter Wiederholungen. Die Charaktere machen keine Weiterentwicklung durch. Es macht einfach keinen Spaß anzuschauen. Es geht sogar so weit, dass es mehr und mehr nervig wird.

Staffel 1 war witzig, neu, interessant. Staffel 2 bringt das absolut nicht zu einem guten Ende. Für alle, die die erste gesehen haben, sollten wirklich dabei bleiben. Nicht alles was neu ist, wird automatisch besser.

Bettina Riedel (academicworld.net)

Ray Donovan, Staffel 2, 12 Episoden

Seit dem 3. September auf DVD und BluRay im Vertrieb der Paramount im Handel erhältlich

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