Achtung Fettnäpfchen: So vermeiden Sie peinliche Situationen im Urlaub

Wenn wir auf Reisen gehen und uns in ein anderes Land und damit auch in eine andere Kultur begeben, kommt es nicht selten zu kleinen Missverständnissen aufgrund der Sprache oder unterschiedlichen Verhaltensweisen. Um diese unangenehmen Momente zu vermeiden, zeigen wir Ihnen hier die häufigsten Fettnäpfchen, in die man im Urlaub treten kann.

Sprachliche Hürden

Am häufigsten tritt man in sprachliche Fettnäpfchen, weil man in der Fremdsprache noch nicht so sicher ist und das Wort-für-Wort-Übersetzen in manchen Fällen gründlich daneben geht. Doch diese Fehler sind gut, denn nur aus ihnen kann man lernen. Wer eine andere Sprache wirklich zu 100 Prozent beherrschen will, sollte schon früh damit beginnen, diese auch aktiv anzuwenden. Da das im heimischen Umfeld in der Regel sehr schwer ist, eignen sich Sprachreisen besonders gut, um seine Kenntnisse auch in der Praxis anzuwenden. Diese speziellen Reiseangebote gibt es bereits für Schulkinder. Unter matthes.de finden Sie ein breites Angebot an Reisen nach England, auf denen die Schüler hautnah mit englischsprachigen Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen und so der englischen Sprache näherkommen. Im Gespräch mit der Gastfamilie werden die sogenannten „false friends“, die man im Englischen häufig findet, schnell gefunden und klar gestellt.

Bei Gesprächen in einer fremden Sprache kommt es oft zu Missverständnissen. Bild © istock.com/Stockphoto4u

Bei Gesprächen in einer fremden Sprache kommt es oft zu Missverständnissen. Bild © istock.com/Stockphoto4u

False Friends

Die englischen Versprecher treten besonders dann auf, wenn man beim Übersetzen in die fremde Sprache einfach zu Deutsch denkt. In der Schule oder an der Uni bekommt man hierzulande Noten, übersetzt man diese mit „notes“, wenn man seinen englischen Freunden vom letzten Zeugnis erzählt, werden diese komisch gucken. Denn im Englischen bezeichnet das Wort Notizen oder auch Musiknoten. Die Schulnoten werden dagegen als „marks“ oder „grades“ bezeichnet.

Sie wollen den neuesten Klatsch und Tratsch aus der Welt der VIPs erfahren? Dann achten Sie bitte darauf, die einzelnen Buchstaben auszusprechen und nicht, wie in Deutschland üblich, die drei Buchstaben in einem Wort auszusprechen. Dann wird Ihr Gegenüber sich nämlich fragen, warum Sie auf einmal über „whips“ („peitschen“) sprechen wollen.

Sollte Ihnen der Arztbesuch auf einer Reise nicht erspart bleiben, fragen Sie nicht nach einem „recipe“ (Rezept), sondern nach einer „prescription“. Sonst verlassen Sie die Arztpraxis wohlmöglich mit einem leckeren aber wenig hilfreichen Kochrezept.

Weitere „falsche Freunde“ finden Sie im Buch „Pimp Your English: Achtung! False Friends“ von Michael Collett.

Andere Kulturen, andere Sitten

Doch nicht nur die Sprache bietet Fettnäpfchen-Potenzial. Auch einige andere Verhaltensweisen können im Ausland anders wahrgenommen werden als gedacht.

In Spanien und auch vielen anderen südeuropäischen Ländern gehört Unpünktlichkeit quasi zum guten Ton. Kommen Ihre spanischen Freunde eine Stunde später zum verabredeten Treffpunkt, sollten Sie sich nicht darüber beschweren. Sonst haben Sie schnell den Ruf des nervig-pünktlichen Deutschen weg. Planen sie die Verspätung einfach von vornherein mit ein und kommen auch selbst erst später zum Treffen.

In Griechenland, vor allem in den nördlichen Regionen, wählen Sie Ihre Speisen im Restaurant nicht aus der Karte. Üblicherweise wird der Wirt Sie irgendwann auffordern, ihm zu folgen und Sie in die Küche oder zu den Warmhaltebehältern mit den Speisen führen. Sie können dann mit einem einfachen Fingerzeig auswählen, was Sie gerne essen möchten. Auch gut für Urlauber, denn wer kann schon die schwierigen griechischen Namen vieler Gerichte entziffern, geschweige denn aussprechen?!

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