„Wir nehmen die Nutzer auf dem Weg zu neuen Technologien mit“

IT-Berater = Nerd? Dass diese Gleichung längst nicht mehr aufgeht, zeigt das Beispiel von Rolf Bergfeld, Senior Technology Specialist Consulting Services – Networking Solutions bei Computacenter, dem Dienstleister für Internet- und Informationstechnik.

Rolf Bergfeld, Senior Technology Specialist

Er ist längst kein Nerd im Keller mehr oder ein Techniker, der Server verkabelt. Der Beruf des IT Consultants hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt: Heute verändern IT Berater Arbeitskulturen von Unternehmen, damit sie die Möglichkeiten neuer Technologien erfolgreich nutzen können. „Raus aus dem Rechenzentrum, rein in die moderne Welt“, so beschreibt Rolf Bergfeld den Wandel in der IT-Beratung. Der 34-Jährige ist Senior Technology Specialist bei Computacenter und berät in dieser Funktion Unternehmen bei der Einführung neuer Kommunikations- und Kollaborationssysteme. Dabei bewegt er sich im Spannungsfeld zwischen fachlicher Expertise und Kundenberatung.

Als IT-Berater schlüpft man in verschiedene Rollen: Einzelkämpfer, Teamplayer und Analytiker. Bild: Gerd Altmann_Shapes_AllSilhouettes.com/pixelio.de

IT Consultants: Einzelkämpfer, Teamplayer, Analytiker

Der gebürtige Hamburger hat den klassischen Weg in die IT-Beratung gewählt: Während seines Elektrotechnik-Studiums hat er ein Praktikum bei dem Systemhaus absolviert, bei dem er heute arbeitet. Hierbei hat er nicht nur seinen Mentor kennengelernt, mit dem ihm bis heute ein enger Kontakt verbindet. Bei Computacenter konnte er anderthalb Jahre später auch seine Diplomarbeit schreiben, zum Thema Voice over IP. „Ich war damals eher technikverliebt“, erinnert er sich. „Im Lauf der Zeit habe ich festgestellt, dass die Beratertätigkeit jedoch spannender ist. Mit dem breiten Spektrum menschlicher Charaktere umgehen zu können, vom Techniker bis zum Senior Manager, und immer den richtigen Ton zu treffen, das ist die Kunst.“ Diese Kompetenz hat er im Lauf der vergangenen zehn Jahre „Learning by doing“, wie er sagt, erworben.

Auf der fachlichen Seite besteht die Herausforderung in den verschiedenen Rollen, in die Bergfeld schlüpfen muss: Einzelkämpfer, Teamplayer und Analytiker. „An der Schnittstelle zum Kunden müssen wir eigenverantwortlich Entscheidungen treffen“, erklärt er. „Andere Themen werden innerhalb eines Teams erarbeitet; mit neuen Aspekten muss man sich analytisch auseinandersetzen.“ Welche Voraussetzungen zukünftige IT Consultants hierfür am besten mitbringen? „Ein Menschenfeind sollte man nicht sein“, sagt er. Neben der Faszination für sein Fachgebiet gehören auch ein angenehmes Auftreten und Tugenden wie Pünktlichkeit und Termintreue dazu, aber auch Mut, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Damit Lösungen umgesetzt werden können und Vorteile bringen, müssen auch die Mitarbeiter ins Boot geholt werden. Bild: Gerd Altmann/pixelio.de

Neue Arbeitskultur für neue Technologien

Rolf Bergfeld erinnert sich an eines seiner anspruchsvollsten Projekte bei einem Medienunternehmen, das er bei der Integration einer neuen Collaboration Lösung begleitet hat. „Fachlich war das Projekt sehr spannend, weil wir viele unterschiedliche Hersteller und Systeme zusammenbringen mussten, um die geforderte Lösung bieten zu können.“ Auf der anderen Seite war er als Berater gefragt. Denn während des Projekts hat sich gezeigt, dass es nicht genügt, die Technik bereitzustellen, damit die neue Kollaborationslösung von den Mitarbeitern auch akzeptiert und genutzt wird.

„Diejenigen, die das neue System nutzen, müssen auf dem Weg zu neuen Technologien mitgenommen werden.“ Bergfelds Aufgabe als Berater war es, das Verständnis beim Kunden zu schaffen: sich nicht nur auf die Technik, auf die Wünsche der IT-Abteilung zu konzentrieren, sondern die Anforderungen der Mitarbeiter mit einzubeziehen, damit die Lösung umgesetzt wird und Vorteile bringt. „Darin liegt unsere Beratungsleistung. Denn Collaboration ist nicht einfach nur neue Technik für bessere Meetings. Collaboration ist eine neue Art der Zusammenarbeit, ist die Grundhaltung, dass man im Team besser ist als alleine.“ Der Consultant verbucht das Projekt als „Lesson learned“ und hat seine Beraterkompetenz weiter ausgebaut. „Bei diesem Projekt ist mir das Zusammenspiel aus Beratung und fachlichem Know-how klar geworden“, sagt er rückblickend.

Ob fachliche Weiterentwicklung oder Führungslaufbahn – die Möglichkeiten sind grenzenlos. Bild: Gerd Altmann/pixelio.de

Perspektiven ohne Grenzen

Worauf er in seiner beruflichen Zukunft den Schwerpunkt legen will, eher auf die fachliche Weiterentwicklung oder eine Führungslaufbahn, findet er gerade im sogenannten Talentprogramm seines Arbeitsgebers Computacenter heraus. „Ich tendiere zur fachlichen Vertiefung im Beratungsumfeld“, beschreibt er den Status Quo. „Aber letztendlich hängt das auch von der eigenen Persönlichkeit ab, womit man sich wohlfühlt. Grundsätzlich bieten beide Wege Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven ohne Grenzen.“

Deshalb ermutigt Bergfeld junge IT-Fans und wirbt für seinen Beruf. Und das, obwohl er die Tätigkeit nach wie vor für schwer vermittelbar hält. „Viele sehen nur die Hardware, die einzelnen Hersteller und verstehen nicht, was es da zu beraten gibt.“ Langfristige IT-Strategien, aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen erkennen viele Außenstehende nicht. „Ein großer Trend ist es, Technologien, die im Privatumfeld genutzt werden, in Unternehmen zu integrieren. Dabei ist es wichtig, mit den Menschen Gedanken zu teilen und gemeinsam Ideen zu entwickeln. Das muss man auch emotional verstehen, nicht nur technisch“, beschreibt er seine Wahrnehmung und macht Lust auf seinen Beruf, der heute nur noch wenig mit Rechenzentren und einem Nischendasein als Nerd zu tun hat.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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