Vom Mechaniker zum Chef – Zusatzqualifikation steigert Karrierechancen

Immer mehr Arbeitnehmer absolvieren ein nebenberufliches Studium oder eine Weiterbildung, um später Führungspositionen einnehmen zu können. Möglich wird der Sprung auf der Karriereleiter, wenn konsequent an der Karriere gefeilt wird: Nach einer Berufsausbildung als Mechaniker bietet sich beispielsweise ein Studium im Maschinenbau an.

Immer mehr Ingenieure und Techniker absolvieren eine nebenberufliche Weiterbildung. Bild © iStock.com / sykono

Weiterbildung erleichtert Karrieresprung

Ein Abschluss der Handwerkskammer oder IHK reicht heute in der Regel nicht aus, um eine Führungsposition einzunehmen. Daher ist ein nebenberufliches Studium oder eine nebenberufliche Weiterbildung so wichtig wie nie zuvor. Beispiele für erfolgreiche Führungskräfte mit technischem Hintergrund, die auf dem zweiten Bildungsweg Karriere machten, gibt es reichlich. Immer mehr Ingenieure und Techniker absolvieren eine nebenberufliche Weiterbildung, zum Beispiel einen AutoCAD Kurs des Anbieters medienreich. Die Studentenzahlen in den Ingenieurwissenschaften stiegen im vergangenen Jahrzehnt rasant: um fast 100.000 auf knapp 384.000 Absolventen, gemäß einer Studie des Statistischen Bundesamts. Ursache ist der in der Branche oft beschriene Fachkräftemangel, der tatsächlich jedoch zu einem Überschuss führte. So werden pro Jahr nur etwa 9.000 Stellen für Maschinenbau-Ingenieure frei, während die Hochschulen 22.000 fertige Absolventen hervorbringen. Eine Zusatzqualifikation sichert somit die Karriere und senkt gleichfalls das Risiko von Arbeitslosigkeit.

 

Qualifikation bestimmt Gehalt. Bild © iStock.com/EmirMemedovski

Ingenieurmangel – gibt es den wirklich?

Ein weiterer Aspekt, warum sich eine Weiterbildung lohnt: Man kann im Einzelfall bis zu 15.000 Euro im Jahr mehr verdienen. Dies gilt nicht nur auf dem Arbeitsmarkt im Kampf um einen neuen Job, sondern auch firmenintern. Ingenieure werden in der Regel nach Qualifikationen bezahlt. Zudem stagniert die Karriere, wenn kaufmännisches Wissen oder Führungskenntnisse fehlen. Sobald sich allerdings ein technischer Betriebswirt mit MBA-Abschluss oder IHK-Abschluss bewirbt, stehen ihm im Mittelstand alle Türen offen. Denn dort ist die Kombination aus BWL und Technik heiß begehrt. Fast zwei Drittel aller Chefpositionen sind in der Hand von Ingenieuren. Und 45 Prozent der Geschäftsführer sowie jedes dritte Vorstandsmitglied kann ein Ingenieur-Studium vorweisen.

 

 

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