Schwieriger Berufseinstieg: Wie Personaldienstleister helfen können

Der Fachkräftemangel wirkt sich in Österreich immer deutlicher aus: Aktuelle Zahlen einer Studie belegen, dass im Jahre 2016 34 Prozent der Arbeitgeber Schwierigkeiten hatten, offene Stellen zu besetzen. Dabei sollten diese Zahlen allerdings vorsichtig eingeordnet werden, einen flächendeckenden Mangel an Fachkräften gebe es in Österreich nicht – vielmehr seien einzelne Berufsgruppen und Regionen betroffen.

Einige Arbeitssuchende berichten sogar von ganz erheblichen Schwierigkeiten, einen passenden Job zu finden. Welche Hilfe können Personaldienstleister in diesem Zusammenhang leisten?

Trotz hoher Qualifikationen: Bewerbungen fallen nicht jedem leicht

Wer sich bereits selbst einmal auf den Bewerbungsmarathon begeben hat, kennt die Tücken: Sowohl bei der Anfertigung des Anschreibens in der Bewerbung wie auch beim Vorstellungsgespräch sind es nicht immer die tatsächlichen Qualifikationen, die über die Einstellung entscheiden. Sehr häufig hängt eine Jobzusage auch von der Fähigkeit ab, sich selbst mit den eigenen Stärken präsentieren zu können und die Qualitäten hervorzuheben. Abgesehen davon, dass diese Schritte viel Zeit und Arbeit verlangen, gelingt diese Präsentation nicht jedem – Frust ist häufig vorprogrammiert. Dieser Frust betrifft im Übrigen auch häufig die Unternehmen, die keinen passenden Bewerber für die Stelle finden. Eine unbesetzte Stelle belastet aber nicht nur die übrigen Mitarbeiter, sie sorgt gezwungenermaßen auch für einen Wertschöpfungsverlust, der die deutsche Wirtschaft immer stärker belastet.

Arbeitskräftebeschaffung wird zunehmend Personaldienstleistern überlassen

Personaldienstleister können helfen, als Schnittstelle zwischen dem Bewerber und dem Unternehmen beide Seiten zusammen zu bringen. Die Expertise der Personalvermittler erlaubt es, nach dem Zusenden der Bewerbungsunterlagen eine passende Stelle zu finden. Der besondere Vorteil liegt aber nicht nur im Fachwissen renommierter Unternehmen wie Randstad, sondern auch in der Tatsache, dass viele Jobs überhaupt nur über Personalvermittler zu bekommen sind. Immer mehr HR-Abteilungen lagern den gesamten Recruiting-Prozess an die Spezialisten aus. Dies bedeutet, dass eine direkte Bewerbung beim späteren Arbeitgeber kaum von Erfolg gekrönt sein dürfte – jene über den Personaldienstleister hingegen schon. Für den Bewerber ist dies allerdings kein Nachteil, im Gegenteil: Es muss lediglich eine Bewerbung an einen Personaldienstleister versendet werden, welcher dann das Profil des Arbeitssuchenden erfasst und passende Stellen findet. Abgesehen von der Tatsache, dass die besonderen Kontakte zu den Unternehmen genutzt werden können, leisten die Personalvermittler schon beim Verfassen der Bewerbung Hilfestellung. Die Vermittlungsquote ist hoch, gleichzeitig wird die Dienstleistung den Unternehmen in Rechnung gestellt – während der Bewerber keine Kosten für die Vermittlung tragen muss. Hinsichtlich der Branchen und Hierarchie-Ebenen, die durch Personalvermittler aufgedeckt werden, gibt es keine Einschränkungen; vom Hilfsarbeiter bis zur Führungskraft kann jeder potentielle Mitarbeiter vermittelt werden. Häufig spezialisieren sich die Personaldienstleister auf Fachkräfte in bestimmten Bereichen, einige Dienstleistern vermitteln beispielsweise ausschließlich Ingenieure.

Personalvermittler schaffen langfristige Perspektive

Je nach Unternehmen kann es durchaus dazu kommen, dass der über eine Personalvermittlung beschäftigte Mitarbeiter ein geringeres Gehalt als seine festangestellten Kollegen bezieht. Bei diesem Aspekt muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Beschäftigte von der schnelleren Vermittlung profitiert und schneller ein Gehalt bezieht. Weiterhin bietet die Personalvermittlung eine ausgezeichnete Möglichkeit zum Berufseinstieg, was insbesondere nach Umschulungen oder längerer Arbeitslosigkeit gilt. Nicht selten werden die Arbeitnehmer später vom Unternehmen übernommen, was die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert. So dürfte es kaum überraschen, dass Experten davon ausgehen, dass Zeitarbeit auch in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnt: Derzeit beträgt der Anteil an der Gesamtbeschäftigung lediglich rund 2 Prozent.
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