Perspektivenwechsel bei Siemens Management Consulting

Endlich einmal eine Auszeit und einen großen Traum verwirklichen – diese Gelegenheit bot sich Michaela Schütt, Beraterin bei Siemens Management Consulting. Für academicworld berichtet sie darüber, warum eine Weltreise auch beruflich neue Blickwinkel eröffnet und mit welchen spannenden Themen man sich in einem globalen Konzern beschäftigt.

©imagebase/davidniblack

Alle wichtigen Entscheidungen meines Lebens habe ich aus Begeisterung für die jeweilige Sache getroffen. Meinen Studiengang Informatik wählte ich aufgrund meiner Leidenschaft für die Mathematik, die Promotion in BWL aus dem Drang heraus, Neues kennenzulernen und über den Tellerrand zu schauen.
Für Siemens Management Consulting (SMC) entschied ich mich, weil mich Siemens als Unternehmen seit jeher faszinierte und ich die strategische Beratung als große Herausforderung gesehen habe.
Bereits während meines Studiums und meiner Promotionszeit habe ich im Rahmen unterschiedlicher Tätigkeiten erste Erfahrungen im Siemens Konzern sammeln können. Die Breite der Themen und die Internationalität des Unternehmens haben mich bereits damals begeistert. Ich hätte mich jedoch nicht auf eine Funktion, geschweige denn ein spezielles Geschäft bei Siemens festlegen können und wollen.
Somit schien der Einstieg bei SMC für mich die optimale Option zu sein, im Rahmen spannender Strategieprojekte verschiedene Industrien kennenzulernen und das Unternehmen weltweit zu erkunden.
Dieser Wunsch hat sich in den letzten Jahren mehr als erfüllt: In mehr als einem Dutzend Projekten habe ich einen tiefen Einblick in die zahlreichen Facetten des Konzerns bekommen. In einem Unternehmen mit mehr als 400.000 Mitarbeitern er-freue ich mich immer wieder daran, dass sich meine Kunden rund um den Globus verteilen. Obwohl wir als SMC der Internationalität unseres Kunden mit mittlerweile vier Büros (München, Mumbai, New York, Peking) Rechnung tragen, sind auch für uns aus dem Münchner Büro, etwa ein Drittel der Projekteinsätze im internationalen Umfeld. Zudem habe ich aufgrund der vielen unterschiedlichen Geschäftsfelder, in denen Siemens tätig ist, immer wieder den Eindruck, ich hätte nicht einen Kunden, sondern viele verschiedene.

Rund ein Drittel der Projekteinsätze finden im internationalen Umfeld statt.

 Derzeit beschäftige ich mich mit einem Projekt zum Thema ‚Cross-Business Unit Collaboration‘. Hier geht es um die Verbesserung der Zusammenarbeit über einzelne Siemens Geschäftseinheiten hinweg. Ziel ist es, auf Basis einer verbesserten Zusammenarbeit Lösungen für den Siemens Konzern zu erarbeiten, die dem Kunden eine unverwechselbare Unique Selling Proposition (USP) bieten.
Ein Beispiel aus dem Öl und Gas Geschäft etwa ist die Elektrifizierung von Ölfeldern. Vereinfacht dargestellt liefert dabei ein zentrales Kraftwerk die Elektrizität zum Betrieb elektrischer Motoren, welche wiederum Pumpen und Kompressoren zur Erdölgewinnung und -verarbeitung antreiben. Die Integration von Turbinen, Generatoren, Antrieben, Pumpen, Kompressoren, Stromübertragung und -verteilung liefert unseren Kunden entscheidenden Mehrwert. Eine gesteigerte betriebliche Verfügbarkeit, Funktionstüchtigkeit und Energieeffizienz sind Teil dieses Mehrwerts. Doch um unseren Kunden diese integrierte Lösung zu bieten bedarf es einer reibungslosen Zusammenarbeit der Einheiten, welche die einzelnen Komponenten herstellen: eine geschäftsübergreifende Zusammenarbeit mit einheitlicher Zielsetzung und klarer Rollen- wie Risikoverteilung. Besonders spannend an diesem Projekt ist es, die unterschiedlichen Geschäftsfelder mit ihrem jeweils individuellen Beitrag für den Kunden kennenzulernen – und dies in einem internationalen Umfeld.

Das Ziel: eine geschäftsübergreifende Zusammenarbeit mit klarer Rollenverteilung und einheitlicher Zielsetzung.

 

 

 

1 2
Share.