Langzeit-Studenten aufgepasst: Die Rentenlücke droht!

So manch einen Student hält es bekanntlich etwas länger an der Uni. Schon zu Beginn des Studiums ist es häufig so, dass viele keinen „geraden Weg“ in Richtung Uni unternommen haben. Häufig wurde zuvor bereits mit einer Ausbildung begonnen oder man hat in der Schule die eine oder andere Runde extra gedreht.

Geld: Am wichtigsten ist es, wenn es fehlt. Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Somit ist es nicht selten, dass das Studium in einem schon etwas fortgeschrittenen Alter begonnen wird. Nun stehen Bachelor, Master und oftmals auch noch ein Doktor an. Auch ziehen sich Studiengänge nicht selten durch Auslandsaufenthalte weiter in die Länge und nicht jeder vollendet alles in der Regelstudienzeit. Ist man dann schließlich fertig, so ist es bei vielen Arbeitgebern nicht unüblich, frisch von der Uni kommende Absolventen erst einmal auf Praktikumsbasis einzustellen oder in einem Trainee-Programm unterzubringen. Auf diese Weise kommt es dann dazu, dass so manch ein Studierter erst mit um die 30 wirklich in das Berufsleben einstiegt.

Rentenversicherungsbeiträge die einfach fehlen

Verglichen mit einem Azubi der schon gute zehn Jahre früher in Lohn und Brot steht, ist das natürlich reichlich spät. Auch wenn man vielleicht von dem Punkt an gut verdient, ist zu berücksichtigen, dass einfach ein gewisser Zeitraum fehlt, in dem man in vielen Fällen nicht in die Rentenkasse eingezahlt hat. Hier droht eine spätere Rentenlücke, die es zu schließen gilt. Bei vielen Formen der Rentenversicherung sind über Dies die ersten Jahre die „effektivsten“ Jahre, da zu dem Zeitpunkt angesparte Kapital am längsten für einen Arbeiten konnte.

Frühzeitig privat vorsorgen

Die Lösung dieser Problematik kann darin bestehen, dass man eine frühzeitige private Vorsorge betreibt. Zwar hat man als Student mit vielleicht Anfang 20 meistens keine sonderlich großen finanziellen Möglichkeiten, doch muss bedacht werden, dass das Kapital welches man zu diesem Zeitpunkt in einer privaten Altersvorsorge anspart besonders lange wirken / Zinserträge erzielen kann. Hier muss in jedem Fall der Zinsesszinseffekt berücksichtigt werden. Wenn man also in jungen Jahren in der Lage ist (nur) einen kleinen Anteil für die spätere Altersvorsorge zu leisten, so sollte man dies auf jeden Fall tun. Interessant sind hier vor allem private Vorsorgemodelle, in die man möglichst flexibel (je nachdem was man übrig hat) einzahlen kann.

Gesetzliche Versicherung allein reicht bei weitem nicht

Für alle die immer noch glauben, die gesetzliche Rentenversicherung alleine wäre eine ausreichende Vorsorge: Dem ist mitnichten so! Schon heute ist es so, dass Normalverdiener die in Rente gehen, sich von dieser keine sonderlich großen Sprünge leisten können. Dies wird sich in Zukunft nach stark weiter zuspitzen, da die demografische Entwicklung in Deutschland nicht gerade positiv verläuft: Immer weniger junge Menschen müssen für immer mehr Renten aufkommen! Somit hat nur derjenige eine Chance auf einen finanziell komfortablen Lebensabend, der entweder stark überdurchschnittlich verdient und / oder selbst zusätzlich privat vorsorgt. Eine andere Option kann in einer betrieblichen Absicherung bestehen. Unternehmen wie zum Beispiel Siemens bieten langjährigen Beschäftigten attraktive Vorsorgemodelle an, mit denen zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung Rücklagen fürs Alter gebildet werden können. Dies ist im Falle von Siemens Teil der Private-Finance Angebote des Konzerns. Insbesondere größere Unternehmen offerieren häufig solche oder vergleichbare Optionen, gerade auch für die höheren (akademischen) Gehaltsgruppen.

Der Nebenjob kann sich lohnen

Allein von Zuschüssen der Eltern oder dem Bafög ist das Studentenleben als solches sowie zusätzlich noch eine private Altersvorsorge kaum zu stemmen. Es muss also ein Job her, um für die entsprechenden finanziellen Mittel zu sorgen. Von daher ist die Suche nach einem passenden Studentenjob eine Sache, die jedem Studierenden ans Herz zu legen ist. Legt man einen Teil des hier verdienten Geldes frühzeitig für seine Zukunft an, so lohnt sich ein Engagement Nebenbei gleich doppelt!

Vorsorgebeiträge den Umständen anpassen

Beginnt man während seiner Uni-Zeit damit, monatlich kleine Beträge von vielleicht 20 bis 50 Euro für die Altersvorsorge abzweigen, so sollte man in jedem Fall darauf achten, dass es sich um flexible Versicherungsverträge handelt, die man im Nachhinein auch noch nach oben (oder ggf. nach unten) anpassen kann. Schließlich ändert sich die finanzielle Situation wahrscheinlich des Öfteren und somit auch das was man für das Alter zurücklegen kann.

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