Karriere im Familienunternehmen

Im Interview: Marc Grimminger erzählt, welche Rolle Zielorientierung und Eigenverantwortung für den beruflichen Werdegang spielen.

Marc Grimminger, Leiter des zentralen Marketings der Werner Pfleiderer (WP)- Bakery-Group, einem Unternehmen der HORSTMANNGROUP

Marc, Du bist jetzt seit April 2011 bei der HORSTMANNGROUP, einem Verbund von Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Kurz vorab: Wie bist Du auf das Familienunternehmen aufmerksam geworden?

Durch Zufall oder auch Schicksal. In Kontakt traten wir erstmals auf dem Karrieretag Familienunternehmen in Bielefeld. Da ich meine Diplomarbeit beim Europa-Park, ebenfalls einem Familienunternehmen, geschrieben hatte, und durchweg gute Erfahrungen mit dieser Unternehmenskultur gemacht hatte, war ich gezielt auf der Suche nach einem Job in einem Familienunternehmen.

Auf dem Karrieretag war ich schließlich so im Gespräch vertieft, dass ich meinen Zug verpasste. Beim Gang durch die verschiedenen Räume traf ich so auf die HORSTMANNGROUP. Da ich aus einer Bäckerei-Familie komme, war mir die WP-Bakery-Group, ein Unternehmen der HORSTMANNGROUP, ein Begriff und mein Interesse war geweckt. Daher bewarb ich mich um die Position als Assistent von Herrn Horstmann.

Und dann folgte der Start bei der HORSTMANNGROUP als Assistent des Geschäftsführenden Gesellschafters, Herrn Horstmann. Wurf ins kalte Wasser oder Rundum-Sorglos-Paket?

Eiskaltes Wasser. Ich wurde schnell eingearbeitet und nahm bereits am zweiten Tag auf einer Sitzung der Geschäftsführer teil. Dort bekam ich dann erst einmal einen umfassenden Einblick in die Unternehmensstruktur und hatte die Möglichkeit, die jeweiligen Geschäftsführer bzw. Verantwortlichen kennenzulernen, ebenso wie die verschiedenen Branchen, in denen sie tätig sind. Sei es die Lebensmittelindustrie, Möbel, IT & EDV.

Die HORSTMANNGROUP ist sehr breit aufgestellt, wodurch auch mein Aufgabenfeld, als Assistent von Herrn Horstmann, sehr breit war. Dazu gehörten einfache operative Aufgaben, wie beispielsweise die Reiseplanung, bis hin zur Durchführung von Gesamtanalysen eines Geschäftsbereichs. Die Lernkurve in diesem ersten Jahr war enorm steil.

Seit August 2011 bist Du nun Leiter des zentralen Marketings der Werner & Pfleiderer (WP)-Bakery-Group. Deine Schwerpunkte im Studium waren hingegen Industriebetriebslehre, Logistik und Personalwesen. Wie kam’s?

Es war mal wieder Zufall oder Schicksal. Der Marketing-Leiter verließ zur damaligen Zeit das Unternehmen und in drei Monaten sollte die wichtigste Messe des Jahres für die WP-Bakery-Group stattfinden. Als ich Herrn Horstmann fragte, wer denn nun diese Messe organisierte, entgegnete er: ‚Das klingt nach einer perfekten Aufgaben für Sie.` Kurz darauf befand ich mich kopfüber in einem mir völlig unbekannten Aufgabengebiet: Die Messeplanung.

Zugegeben, die Nervosität bei dieser ersten Messe war hoch im Vorfeld. Man kann sehr gut planen, aber die Umsetzung ist eine ganz andere Sache. Das Schöne an Messen ist jedoch, dass man immer ein quantifizierbares Ergebnis hat, und das Ergebnis dieser Messe war positiv. Der Umsatz bzw. der absolute Auftragseingang wurden mehr als verdoppelt und ich bin noch unter dem Budget geblieben. Ein erfreuliches Resultat. Sowohl für die ganze Gruppe und Herrn Horstmann, als auch für mich persönlich.

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