Der Tod kommt lautlos …

Elektroautos sind schwer im Kommen.
Das Problem: Sie sind auch zu leise im Kommen.

© Lexus
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„Hol dir den Crazy Frog als Fahrton im Monatsabo!“ Klingt zwar ziemlich blöd – ist aber weniger sinnlos als Handyklingeltöne. Bis 2020 sollen laut Masterplan rund eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Luxusproblem: Sie sind zu leise. Und wie man als Radfahrer schon lange weiß: Wenn der Passant kein Motorengeräusch hört, rennt er ohne zu gucken auf die Fahrbahn. Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit einem dramatischen Anstieg der Verkehrsopfer, besonders Senioren und Blinde seien extrem gefährdet.

Lösungsansatz: Künstlich laut sein. Wer jetzt davon träumt, sich wunderbare Spielereien auszudenken, um beispielsweise wie eine Hummel durch die Straßen zu summen, muss leider gleich wieder aufwachen. Denn die Angelegenheit wurde offensichtlich für so wichtig erachtet, dass sich die UNO der Sache angenommen hat und eine Expertenkommis­sion monatelang darüber brüten ließ, wie ein E-Auto zu klingen habe. Die Lösung: Wie ein Benziner! Verboten sind damit leider Sirenen, Melodien und Tiergeräusche. Es bleibt also fad …

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